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Disney-CEO D'Amaro unzufrieden mit Aktienkurs – Streaming als Zukunft

Neuer Disney-Chef Josh D'Amaro spricht offen über den gefallenen Aktienkurs und setzt auf Disney+ als zentralen Wachstumstreiber.

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Disney-CEO D'Amaro unzufrieden mit Aktienkurs – Streaming als Zukunft

Disney-CEO Josh D'Amaro hat sich offen unzufrieden mit der aktuellen Kursentwicklung der Disney-Aktie gezeigt. In einem Interview mit dem US-Sender CNBC räumte er ein, dass die Aktie in diesem Jahr um 6,8 Prozent gefallen ist. „Ich bin nicht glücklich darüber, wo die Aktie derzeit steht, und unsere Investoren sind es auch nicht", sagte D'Amaro.

Trotz der Kritik am Kursniveau zeigte sich der neue Disney-Chef zuversichtlich, was die strategische Positionierung des Konzerns betrifft. Er betonte, dass Disney im Vergleich zur gesamten Unterhaltungsbranche gut aufgestellt sei. Wenn das Unternehmen seine gesetzten Prioritäten konsequent umsetze, werde sich dies auch in den Renditen widerspiegeln.

Drei strategische Prioritäten für die Trendwende

D'Amaro nannte konkret drei Kernbereiche, auf die sich Disney konzentriert: die Produktion großartiger Filme, die Umstellung des Sportsenders ESPN auf ein Direct-to-Consumer-Modell sowie das weitere Wachstum des Streaming-Dienstes Disney+. „Ich glaube, dass wir die entsprechenden Renditen sehen werden", so D'Amaro. Die Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals seien ein Beleg für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie.

Disney+ steht dabei im Mittelpunkt der Zukunftsvision des neuen Konzernchefs. D'Amaro hob hervor, dass der Streaming-Dienst dem Unternehmen direkte Kundenbeziehungen in großem Maßstab ermögliche. „Wir verfügen über Streaming und Skalierbarkeit, sodass wir nun all diese direkten Kundenbeziehungen haben", erklärte er.

Besonders die technologischen Möglichkeiten des Streamings sieht D'Amaro als entscheidenden Hebel. Durch die Vereinheitlichung von Daten könne Disney Verbraucher gezielt und mit einer einheitlichen Botschaft ansprechen. Die Streaming-Plattform solle ein „nahtloses Gasterlebnis" bieten, das den sogenannten Lifetime-Value der Fans und damit auch die Aktionärsrenditen steigere. „Wenn wir das Streaming richtig angehen – und wir haben bewiesen, dass wir das können –, bietet sich hier eine enorme Chance", sagte er.

Erbe von Bob Iger und Quartalszahlen im Blick

D'Amaro, der das Amt von Bob Iger übernommen hat, würdigte das Fundament, das sein Vorgänger hinterlassen habe. Iger habe ihm die Basis gegeben, „mit mehr Geschwindigkeit und Dringlichkeit als bisher zu agieren, Technologien noch aggressiver als in der Vergangenheit einzusetzen und, was besonders wichtig ist, dieses Unternehmen zusammenzuführen, um als ein einheitliches Disney aufzutreten."

Im dritten Geschäftsquartal verzeichnete Disney ein Umsatzwachstum von 7 Prozent. Als wesentlicher Wachstumstreiber wurden das Segment Themenparks sowie Kreuzfahrtlinien genannt. „Wir halten alles ein, was wir versprochen haben", betonte D'Amaro. Er hob zudem hervor, dass innerhalb der Organisation Klarheit über die künftige Richtung herrsche und das Team große Stabilität ausstrahle.

Die Disney-Aktie reagierte positiv auf die Aussagen des CEOs und notierte zum Zeitpunkt des Interviews mit einem Plus von 1,4 Prozent. Für deutsche Anleger bleibt Disney eine der meistbeobachteten US-Medienaktien, da der Konzern mit seinen Marken, Themenparks und Streaming-Angeboten weltweit präsent ist.

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