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Disney-Aktie unter Druck: CEO-Nachfolge belastet trotz starker Quartalszahlen

Mediengigant übertrifft Umsatzerwartungen mit 26 Milliarden Dollar, doch Unsicherheit über Igers Nachfolger drückt auf Kurs

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Disney-Aktie unter Druck: CEO-Nachfolge belastet trotz starker Quartalszahlen

Die Aktie des US-Unterhaltungskonzerns Disney zeigt sich trotz solider Quartalsergebnisse volatil. Am Dienstagmorgen legte das Papier im vorbörslichen Handel um 0,14 Prozent zu, nachdem es am Vortag rund 7 Prozent eingebüßt hatte. Im Fokus der Anleger steht weniger die operative Entwicklung als vielmehr die Frage, wer CEO Bob Iger nachfolgen wird.

Der Gesamtumsatz des Konzerns belief sich im abgelaufenen Quartal auf rund 26 Milliarden Dollar – ein Plus von 5 Prozent im Jahresvergleich. Damit übertraf Disney die Erwartungen der Wall Street von 25,7 Milliarden Dollar. Besonders stark entwickelte sich die Erlebnisse-Sparte, zu der Themenparks, Resorts und Kreuzfahrten gehören. Sie erzielte allein einen Quartalsumsatz von über 10 Milliarden Dollar.

Verwaltungsrat trifft Entscheidung

Der Disney-Verwaltungsrat kommt diese Woche zusammen und wird voraussichtlich über den nächsten CEO abstimmen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Es wäre bereits das zweite Mal, dass das Unternehmen einen Nachfolger für Iger ernennt. Seine erste Amtszeit als Konzernchef endete 2020, als Bob Chapek die Führung übernahm. Dieser wurde jedoch Ende 2022 entlassen, woraufhin Iger zurückkehrte.

Analysten von Jefferies erklärten, dass "der bevorstehende Führungswechsel weiterhin eine Belastung für die Aktien darstellt". Auch die Bank of America bestätigte, die Nachfolgefrage sei "in jüngster Zeit eine Belastung für die Aktien" gewesen. Iger selbst räumte in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen ein, dass "der Versuch, den Status quo aufrechtzuerhalten, ein Fehler war" bei der Ernennung von Chapek.

D'Amaro und Walden als Top-Kandidaten

Als aussichtsreichster Kandidat gilt Josh D'Amaro, der Vorsitzende von Disney Experiences. Brancheninsider und Disney-Quellen nannten ihn gegenüber CNBC als Top-Favoriten. Dana Walden, Co-Vorsitzende von Disney Entertainment, wird ebenfalls als Anwärterin gehandelt. Analysten der Bank of America erklärten, dass angesichts der Bedeutung der Erlebnisse-Sparte für die Konzerngewinne die Ernennung von D'Amaro von der Investment-Community "positiv aufgenommen werden würde".

Iger betonte, sein Nachfolger werde "eine gute Ausgangslage vorfinden, was die Stärke des Unternehmens, eine Reihe von Wachstumschancen und auch die Erwartung betrifft, dass man in einer Welt, die sich verändert, sich ebenfalls ständig verändern und weiterentwickeln muss". Die Entscheidung des Verwaltungsrats dürfte damit nicht nur personalpolitisch, sondern auch für die weitere strategische Ausrichtung des Medienkonzerns von großer Bedeutung sein.

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