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Digitalisierung der Behördendienstleistungen in Deutschland

Herausforderungen und Fortschritte auf dem Weg zur modernen Verwaltung

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Digitalisierung der Behördendienstleistungen in Deutschland

Die Digitalisierung von Behördendienstleistungen in Deutschland kommt nur schleppend voran, wie eine aktuelle Untersuchung des Verbraucherportals Verivox zeigt. Von den insgesamt 581 Behörden-Dienstleistungen, die in Deutschland angeboten werden, sind lediglich 81 vollständig online verfügbar. Diese Zahlen, die Mitte Dezember 2023 ermittelt wurden, verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die Digitalisierung der Verwaltung konfrontiert ist.

Die Untersuchung zeigt auch, dass 96 behördliche Dienstleistungen zumindest teilweise online abrufbar sind. Allerdings sind immer noch mehr als zwei Drittel der Leistungen, nämlich 404, nicht digitalisiert. Darunter befinden sich 198 Dienste, die lediglich eine Online-Leistungsbeschreibung bieten, und 194 Services, die überhaupt keine Online-Informationen bereitstellen. Zusätzlich dazu sind zwölf Leistungen noch nicht kategorisiert und somit in der Schwebe.

Ein Hauptproblem, das die Digitalisierung der Behördendienstleistungen behindert, ist das Fehlen einheitlicher Lösungen auf der Grundlage standardisierter Software. Jens-Uwe Theurer, ein Telekommunikationsexperte von Verivox, betont, dass viele der entwickelten Onlinedienste nur in bestimmten Ländern oder Kommunen verfügbar sind. Dies führt zu einer unübersichtlichen und fragmentierten digitalen Landschaft, die den Bürgern den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen erschwert.

Ein weiteres Problem ist der Mangel an digitaler Bildung des Personals im öffentlichen Dienst. Trotz des im Jahr 2017 in Kraft getretenen Onlinezugangsgesetzes, das die Digitalisierung von fast 600 Verwaltungsdienstleistungen vorsah, konnte die gesetzliche Frist von fünf Jahren bis Ende 2022 nicht eingehalten werden. Dies wirft Fragen zur Effizienz und Umsetzungsfähigkeit des Gesetzes auf.

Die Digitalisierung der Verwaltung bleibt jedoch ein zentrales Element des Koalitionsvertrags von SPD, Grünen und FDP. Im Mai 2023 wurden im OZG-Änderungsgesetz 16 Verwaltungsleistungen priorisiert, um sie vorrangig flächendeckend zu digitalisieren. Dazu gehören wichtige Dienstleistungen wie die Ummeldung des Wohnsitzes oder die Beantragung des Personalausweises. Laut Verivox waren Mitte Dezember 2023 bereits 15 dieser sogenannten Fokusleistungen zumindest teilweise digital verfügbar. Trotz der Herausforderungen und Probleme gibt es also auch Fortschritte bei der Digitalisierung von Behördendienstleistungen, die den Bürgern das Leben erleichtern können. Es bleibt jedoch noch viel Arbeit, um die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland voranzutreiben und die Verfügbarkeit der Dienstleistungen zu verbessern.

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