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Deutscher Einzelhandel: Enttäuschendes Weihnachtsgeschäft 2023

Umsatzrückgang und Herausforderungen - Die Gründe hinter den schlechten Ergebnissen und Lichtblicke im Sporthandel

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Deutscher Einzelhandel: Enttäuschendes Weihnachtsgeschäft 2023

Das Weihnachtsgeschäft des Jahres 2023 hat für den deutschen Einzelhandel enttäuschende Ergebnisse gebracht, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) berichtet. Im Zeitraum von November bis Dezember belief sich der Gesamtumsatz auf rund 120 Milliarden Euro. Doch in preisbereinigter Hinsicht verzeichnete der Einzelhandel einen Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des HDE, äußerte sich enttäuscht über die Lage und erklärte, dass das Weihnachtsgeschäft 2023 "deutlich schlechter als 2022" verlief und ohne nennenswerte Impulse blieb.

Laut einer Umfrage des Verbandes unter mehr als 350 Handelsunternehmen gaben zwei Drittel der Händler an, dass ihre Umsätze im Weihnachtsgeschäft 2023 niedriger ausfielen als im Vorjahr. Nur jeder Sechste zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen. Dies ist besonders bedenklich, da bereits das Weihnachtsgeschäft des Jahres 2022 als enttäuschend angesehen wurde. Für November und Dezember 2023 rechnet der HDE zwar mit Umsätzen in Höhe von etwa 120 Milliarden Euro, doch wenn man die Preissteigerungen berücksichtigt, entspricht dies einem Rückgang von fünf bis sechs Prozent.

Stefan Genth führte die rückläufigen Umsätze vor allem auf die Zurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher zurück. Rezession, hohe Inflation und anhaltende Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt hätten zu großer Unsicherheit geführt und das Konsumverhalten negativ beeinflusst. Darüber hinaus hatten steigende Energiekosten und höhere Einkaufspreise dem Einzelhandel zusätzlich zu schaffen gemacht.

Allerdings gab es auch einige positive Entwicklungen zu verzeichnen. Verkaufsoffene Sonntage in Großstädten wurden gut angenommen, und der Sporthandel verzeichnete ein besonders gutes Geschäft. "Die Menschen sind geneigt, etwas für sich zu tun. Dieser Trend aus der Corona-Zeit hat sich jetzt erneut bestätigt", erklärte Genth. Hingegen waren Händler im Bereich Bekleidung weniger zufrieden, da sie nicht die üblichen Umsätze erzielen konnten und die Verunsicherung der Bevölkerung besonders spürten.

Auch der Online-Handel konnte kaum von der Weihnachtssaison profitieren, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) berichtete. Obwohl die Umsätze im Online-Handel im Vergleich zu 2019 um 40 Prozent gestiegen sind, blieb das Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen zurück. Dennoch zeigt sich der Handelsverband zufrieden, da er eine Stabilisierung auf hohem Niveau sieht. Viele kleinere und mittlere Geschäfte haben mittlerweile den Online-Handel für sich entdeckt, um ihre Umsätze zu steigern.

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