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DAX verliert deutlich aufgrund von Bankensorgen

Inflations- und Zinssorgen sowie ein Kurseinbruch bei SVB Financial belasten die Börse

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DAX verliert deutlich aufgrund von Bankensorgen

Die negative Stimmung an der Wall Street hat auch den deutschen Aktienmarkt am heutigen Handelstag massiv belastet. Der DAX startete mit einem Kursrückgang von 1,7 Prozent auf 15.370 Punkte in den Handelstag und das zuvor markierte Jahreshoch von 15.706 Punkten ist nun in weiter Ferne gerückt. Die Verunsicherung unter den Anlegern wird durch neu aufgekommene Inflations- und Zinssorgen an der Wall Street verstärkt. Auch eine Nachricht aus Kalifornien sorgt für Befürchtungen: Der Kurseinbruch des Startup-Kreditgebers SVB Financial lässt auf größere Probleme des US-Bankensystems schließen.

Experten warnen davor, dass Kreditausfälle schneller und früher eintreten könnten als erwartet und in der Folge Schockwellen durch die Börsen senden würden. Die Silicon Valley Bank ist bisher jedoch ein Einzelfall, es bleibt jedoch unklar, wie groß die Ansteckungsgefahren unter Banken sind. Der DAX ist aus technischer Perspektive angeschlagen und der Abwärtsimpuls fällt entsprechend dynamisch aus. Die nächste Haltezone für den DAX macht Jörg Scherer von der HSBC in Höhe der deutlichen Aufwärtskurslücke von Anfang März bei 15.410/15.329 Punkten aus.

Die negativen Vorgaben von der Wall Street haben auch die asiatischen Börsen belastet. Der japanische Nikkei-Index verabschiedete sich mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 28.143 Punkte ins Wochenende und die Börse in Shanghai lag 1,2 Prozent im Minus. Auch am Goldmarkt und bei den Ölpreisen macht sich die Furcht vor weiteren Zinsanhebungen in den USA bemerkbar. Die Deutschen Bank und die Commerzbank haben mit Abschlägen von über sieben respektive über vier Prozent am DAX-Ende zu kämpfen, da befürchtet wird, dass es auch in Europa zu ähnlichen Problemen kommen könnte.

In anderen Wirtschaftsnachrichten gab der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck bekannt, dass der Gesamtumsatz in diesem Jahr auf 55 Milliarden bis 57 Milliarden Euro zunehmen soll und das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern "deutlich", sprich mindestens 15 Prozent, zulegen wird. Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hält die Gewerkschaft ver.di den Druck weiter hoch und droht mit Streik nächste Woche. Der Autobauer Mercedes-Benz hat seine Pläne für ein eigenes Ladenetz für Elektroautos konkretisiert und die Facebook-Mutter Meta lotet den Aufbau eines sozialen Netzes für Textnachrichten aus, welches ein direkter Konkurrent zu dem Textdienst Twitter werden könnte.

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