DAX startet positiv in neue Handelswoche
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Der deutsche Aktienmarkt könnte in der neuen Handelswoche einen positiven Start verzeichnen, gestützt von guten internationalen Vorgaben. Die asiatischen Märkte am Montag und die Wall Street am Freitag stützten die europäischen Notierungen. Die Hoffnungen der Anleger liegen vor allem auf China, wo nach dem Ende der Corona-Beschränkungen ein kräftiges Wiederanspringen der Konjunktur erwartet wird. Auch Zinsängste sind zuletzt etwas zurückgetreten, nachdem der US-Währungshüter Raphael Bostic einen langsamen und gleichmäßigen Kurs der Notenbank Federal Reserve (Fed) favorisiert hatte. Die Fed plant Zinserhöhungen um 25 Basispunkte. Allerdings bleibt der Inflationsdruck in der Eurozone in den Hinterköpfen der Anleger.
Für den DAX deuten sich weitere Zuwächse an. Der Index knüpft damit an die Gewinne vom Wochenschluss an und überwindet die Marke von 15.600 Punkten. Der Euro handelt bei 1,06487 Dollar etwas höher. Auf der heutigen Agenda stehen unter anderem Einzelhandelsumsätze aus der EU am Vormittag sowie am Nachmittag Januar-Auftragseingänge aus den USA.
Die Ölpreise haben zu Beginn der Woche leicht nachgegeben. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung fiel um 48 Cent auf 79,20 Dollar. China sorgte für etwas Belastung, da Regierungschef Li Keqiang anlässlich der Jahrestagung des Volkskongresses ein Wachstumsziel für die Volksrepublik von rund fünf Prozent ausgab. Dies führte an den Märkten zu etwas Enttäuschung. China ist als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auch einer der größten Energieverbraucher.
Im MDAX sind Lufthansa-Aktien gefragt, nachdem sich mehrere Analysehäuser positiv geäußert haben. Die Experten hoben ihre Kursziele an, sind sich aber bei der fundamentalen Beurteilung der Aktie nicht immer einig. Die Aktie des Unternehmens ist in den letzten fünf Monaten rund 70 Prozent gestiegen. Software AG will für das abgelaufene Geschäftsjahr deutlich weniger Dividende ausschütten als Experten erwartet hatten. Der Hauptversammlung werde ein Betrag von fünf Cent je Aktie vorgeschlagen, teilte das Unternehmen am Freitagabend in Darmstadt mit. Analysten hatten bisher mit 74 Cent gerechnet. Die Aktie des Unternehmens steigt nach den neuesten Index-Änderungen der Deutschen Börse ab dem 20. März vom MDAX in den SDAX ab.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat das vergangene Jahr mit einem Rekordverlust von 132,5 Milliarden Franken abgeschlossen. Die Notenbank bestätigte damit am Montag die im Januar veröffentlichten vorläufigen Ergebniszahlen eines Verlustes von rund 132 Milliarden Franken. Verantwortlich für den größten Verlust in der 115-jährigen Geschichte der Notenbank waren fallende Aktien- und Anleihekurse und die Aufwertung des Frankens. Die SNB hatte jahrelang Euro und andere Devisen gekauft, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragten Franken zu unterbinden. Aufgrund des immensen Fehlbetrags wird die Zentralbank in diesem Jahr kein Geld an Bund und Kantone auszahlen, nachdem diese im vergangenen Jahr noch einen Beitrag von sechs Milliarden Franken für ihre Haushalte bekommen hatten.
