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DAX schließt über 26.000 Punkten – Wochenbilanz bleibt negativ

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DAX schließt über 26.000 Punkten – Wochenbilanz bleibt negativ

Stabile Ölpreise und eine leichte Beruhigung am Anleihemarkt haben dem DAX am Freitag Auftrieb gegeben. Der deutsche Leitindex schloss bei 26.137 Punkten und verbuchte damit ein Tagesplus von rund 0,6 Prozent – genug, um die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten zum Wochenende hin zurückzuerobern.

Auf Wochensicht bleibt die Bilanz jedoch negativ: Unter dem Strich verlor der DAX mehr als ein Prozent. Belastet hatten vor allem stark gestiegene Anleiherenditen in den USA, die Risikoappetit der Investoren weltweit gedämpft hatten. Hintergrund sind zunehmende Inflationssorgen sowie die ausufernde Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten, die inzwischen die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten hat.

US-Finanzminister Scott Bessent versucht gegenzusteuern: Er plant, verstärkt Staatsanleihen mit kürzerer Laufzeit zurückzukaufen, um die Renditen am langen Ende zu drücken. Die Märkte zeigen sich von diesem Vorhaben bislang wenig beeindruckt. Der US-Dollar notiert schwächer, während die Krisenwährung Gold auf ein Drei-Monats-Hoch kletterte. Bitcoin legte auf über 77.000 Dollar zu – ein zweistelliges Wochenplus für die Kryptowährung.

Beim Rohöl entspannte sich die Lage etwas: Die Nordseesorte Brent blieb weitgehend stabil und pendelte zwischen 92 und 94 Dollar pro Barrel. Zum Vergleich: Vor Ausbruch des Iran-Kriegs kostete das Barrel noch rund 70 Dollar. Dass die Preise zumindest nicht weiter stiegen, werteten Anleger als positives Signal. An der Wall Street erholte sich der US-Leitindex nach dem gestrigen Rücksetzer und schlug einen Erholungskurs ein.

Unternehmensseitig sorgte Fresenius für Schlagzeilen: Der Gesundheitskonzern trennt sich von weiteren Anteilen an der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC). Konkret sollen 7,8 Millionen Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro an ausgewählte institutionelle Investoren verkauft werden. "Mit diesem Schritt reduzieren wir unsere Finanzbeteiligung an Fresenius Medical Care und schaffen zusätzlichen Spielraum, um Kapital gezielt in unsere Wachstumsplattformen zu investieren", erklärte das Unternehmen.

Seit der Entkonsolidierung von FMC im Jahr 2023 behandelt Fresenius seine Beteiligung als reine Finanzinvestition. Zuletzt hielt der Konzern noch rund 25 Prozent an dem Dialysespezialisten. Für FMC bedeutet der schrittweise Rückzug des Mutterkonzerns eine wachsende Eigenverantwortung auf dem globalen Markt – die Aktie reagierte mit einem Minus von rund 1,5 Prozent.

Im Tarifstreit bei der Lufthansa zeichnet sich unterdessen ein Schlichtungsverfahren ab. Die Pilotenvereinigung Cockpit schickt den früheren thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) als Schlichter ins Rennen, die Lufthansa setzt auf den früheren hessischen Regierungschef Roland Koch (CDU). Ziel ist es, Arbeitsniederlegungen zu verhindern. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge für die knapp 5.000 Piloten.

MarktberichtDAXBörseMärkteTagesschau

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