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Dax-Aktien zwischen hohen Gewinnen und schweren Verlusten

Volatilität prägt den Markt: Siemens Energy erholt sich, Sartorius und Evotec kämpfen

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Dax-Aktien zwischen hohen Gewinnen und schweren Verlusten

Der DAX, der führende deutsche Aktienindex, liegt seit Jahresbeginn mit etwa neun Prozent im Plus. Dennoch ist die Entwicklung einzelner Aktien weit davon entfernt, einheitlich zu sein. Einige Aktien haben beeindruckende Gewinne erzielt, während andere erhebliche Verluste hinnehmen mussten. Diese starke Diskrepanz zwischen den besten und schlechtesten Aktien zeigt die hohe Volatilität des Marktes und das Risiko, das mit Investitionen in Einzelaktien verbunden ist.

Ein Beispiel für einen der größten Gewinner im Dax ist die Aktie von Siemens Energy. Nach einem schwierigen Jahr 2023, in dem der Konzern staatliche Garantien in Höhe von 7,5 Millionen Euro benötigte und die Aktie um 30 Prozent einbrach, konnte sich das Unternehmen 2024 deutlich erholen. Die Aktie hat in diesem Jahr mehr als 109 Prozent zugelegt und ist damit der beste Titel im Dax. Siemens Energy profitiert vor allem von einer hohen Nachfrage nach Netztechnik und Gasturbinen sowie von rekordhohen Auftragsbeständen von 120 Milliarden Euro. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Nettogewinn von gut einer Milliarde Euro, was den positiven Ausblick untermauert.

Auf der anderen Seite der Skala steht die Aktie des Medizintechnikanbieters Sartorius, die in diesem Jahr bislang etwa 28 Prozent ihres Wertes verloren hat. Obwohl das Unternehmen zu den Gewinnern der Coronapandemie gehörte, konnte es diese Position nicht halten. Im ersten Halbjahr 2024 enttäuschte Sartorius mit schwachen Geschäftszahlen und korrigierte seine Prognosen nach unten. Analysten erwarten für dieses Jahr einen Nettogewinn von rund 180 Millionen Euro, was einem Rückgang von etwa elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 59 für das laufende Jahr hoch bewertet.

Auch im MDax, dem Index der mittelgroßen Unternehmen, zeigt sich eine ähnliche Spannweite. Die Aktie des Rüstungskonzerns Hensoldt konnte in diesem Jahr knapp 48 Prozent zulegen, obwohl sie weiterhin etwa 18 Prozent unter ihrem im März erreichten Allzeithoch notiert. Hensoldt profitiert von der hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern, insbesondere im Bereich der Luftverteidigungssysteme. Im Gegensatz dazu steht die Aktie des Biotech-Unternehmens Evotec, die in diesem Jahr rund 72 Prozent an Wert verloren hat. Nachdem das Unternehmen im April nur eine vage Prognose für das laufende Jahr abgab, brach der Aktienkurs massiv ein. Analysten gehen davon aus, dass Evotec frühestens 2026 wieder einen Nettogewinn erzielen wird.

Im SDax, dem Index für kleinere Unternehmen, verzeichnete die Aktie des Chipanlagenbauers Süss Microtec eine bemerkenswerte Wertsteigerung von 111 Prozent. Diese Entwicklung ist auf die gestiegene Nachfrage nach speziellen Grafikchips zurückzuführen, die für Künstliche Intelligenz (KI) unerlässlich sind. Im Gegensatz dazu steht die Aktie des Solartechnikherstellers SMA Solar, die seit Jahresbeginn etwa 63 Prozent verloren hat. Nach einer drastischen Senkung der Umsatzprognosen und der Abstieg vom MDax in den SDax setzte sich die Talfahrt der Aktie fort.

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