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Critical Metals erhält Betriebsgenehmigung für Tanbreez-Mine bis 2050

Die grönländische Regierung genehmigt Abbau- und Stilllegungsplan für das strategische Seltenerdprojekt Tanbreez – gültig bis 2050.

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Critical Metals erhält Betriebsgenehmigung für Tanbreez-Mine bis 2050

Die grönländische Regierung hat den Abbauplan und den Stilllegungsplan der an der Nasdaq notierten Critical Metals Corporation für das Seltenerdprojekt Tanbreez offiziell genehmigt. Die Genehmigung gilt bis zum Jahr 2050 und gibt dem Unternehmen einen klaren, 24 Jahre umfassenden Rahmen für Bau, Betrieb und Rekultivierung der Mine. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Erschließung einer westlich orientierten Quelle für strategische Rohstoffe erreicht.

Die genehmigten Pläne decken eine breite Palette kritischer Metalle ab. Dazu zählen schwere Seltene Erden wie Terbium, Dysprosium und Yttrium, die Magnetmetalle Neodym und Praseodym sowie die strategischen Metalle Zirkonium, Hafnium, Tantal und Niob. Diese Rohstoffe sind für moderne Technologien wie Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und Verteidigungssysteme unverzichtbar – und stehen im Zentrum geopolitischer Versorgungsdebatten, da China derzeit den globalen Markt dominiert.

„Die Genehmigungen bieten Investoren und potenziellen Finanzierungspartnern deutlich mehr Klarheit über den Weg zur Entwicklung einer westlich orientierten Quelle für schwere Seltene Erden", erklärte Tony Sage, Chairman und CEO von Critical Metals. Die Aussage unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für westliche Industrienationen, die ihre Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten reduzieren wollen.

Was die Genehmigungen konkret umfassen

Der Abbauplan legt fest, wie Critical Metals die Mine, die Verarbeitungsanlagen, den Hafen und die unterstützende Infrastruktur in Tanbreez errichten und betreiben wird. Der Stilllegungsplan beschreibt hingegen, wie der Standort am Ende seiner Laufzeit außer Betrieb genommen und rekultiviert werden soll. Beide Pläne zusammen bilden das regulatorische Fundament für das gesamte Lebenszyklus-Management des Projekts.

Trotz des bedeutenden Fortschritts bestehen noch weitere regulatorische Hürden vor dem eigentlichen Baubeginn. Konkret sind dies aktivitätsspezifische Betriebsgenehmigungen gemäß den Abschnitten 120 und 121 des grönländischen Bergbaugesetzes. Diese betreffen das Umweltmanagement, den Seetransport, den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie den Export und Verkauf von Mineralien.

Produktionsziele und Zeitplan

Critical Metals plant für Tanbreez einen anfänglichen Produktionsdurchsatz von rund 85.000 Tonnen pro Jahr. Das Projekt verfügt dabei über das Potenzial für eine modulare Erweiterung auf bis zu 425.000 Tonnen pro Jahr – also eine Verfünffachung der Kapazität. Die erste Erzförderung wird für das vierte Quartal 2028 oder das erste Quartal 2029 angestrebt.

Für deutsche und europäische Anleger ist das Tanbreez-Projekt aus mehreren Gründen relevant. Die Europäische Union hat Seltene Erden und viele der in Tanbreez vorkommenden Metalle als kritische Rohstoffe eingestuft und strebt im Rahmen des Critical Raw Materials Act eine stärkere Diversifizierung der Versorgungsquellen an. Ein produzierendes Projekt in Grönland – geografisch nah an Europa – könnte langfristig eine wichtige Rolle in westlichen Lieferketten spielen. Die nun erteilten Genehmigungen sind ein konkreter Schritt, der das Projekt von der Explorationsphase in Richtung Produktion rückt.

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