Credit Suisse schockt die Märkte: DAX stürzt ab
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Nach einem turbulenten Handelstag am Dienstag haben sich die Verluste an der Wall Street etwas reduziert. Der Dow Jones schloss mit einem Abschlag von 0,87 Prozent, während der Nasdaq 100 im Laufe des Tages ins Plus drehte und mit einem Gewinn von 0,42 Prozent aus dem Handel ging. Die Nachrichten von der Credit Suisse schockten die Anleger und führten zu einem Kursverlust von mehr als drei Prozent beim DAX. Die Aussage des Großaktionärs der Schweizer Bank, die Credit Suisse nicht zusätzlich zu unterstützen, verschlimmerte die Lage weiter.
Am Abend beruhigte sich die Situation etwas, als die Schweizer Nationalbank zusagte, der Credit Suisse bei Bedarf Liquidität zur Verfügung zu stellen. Dennoch wird erwartet, dass die Unsicherheit aufgrund der Turbulenzen am Bankenmarkt Auswirkungen auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank haben wird, der für den 22. März geplant ist. Viele Experten prognostizieren eine Zinserhöhung von 50 Basispunkten, aber angesichts der jüngsten Entwicklungen am Markt ist es auch möglich, dass die EZB eine geringere Erhöhung beschließt.
Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat seine Wachstumsprognose für Deutschland für 2023 von 0,3 auf 0,5 Prozent angehoben, während das ifo-Institut einen Rückgang des Wirtschaftswachstums um 0,1 Prozent erwartet. BMW stellt sich auf ein Wachstum im laufenden Jahr ein, insbesondere im Bereich der Elektroautos, während der Boom beim Düngemittel- und Salzhersteller K+S vorerst zu Ende gegangen ist.
Die Lufthansa-Aktie erhielt eine positive Einschätzung von der Schweizer Großbank UBS, während Anleger bei Lanxess den Rückzug antraten, nachdem das Unternehmen einen enttäuschenden Ausblick auf das erste Quartal gegeben hatte. Der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn verzeichnete im vierten Quartal einen Rückgang des Gewinns aufgrund der strengen Corona-Maßnahmen in China.
Trotz der jüngsten Turbulenzen an den Märkten bleiben Experten optimistisch und erwarten, dass sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten stabilisiert. Investoren sollten jedoch weiterhin wachsam sein und ihre Portfolios sorgfältig überwachen, um auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können.
