ANZEIGE

CoreWeave: Explodierende Rechenzentrumskosten gefährden ambitioniertes 8-Gigawatt-Ziel

Der KI-Cloud-Spezialist CoreWeave kämpft mit rasant steigenden Baukosten für Rechenzentren auf dem Weg zu 8 Gigawatt bis 2030.

•• 3 Min
CoreWeave: Explodierende Rechenzentrumskosten gefährden ambitioniertes 8-Gigawatt-Ziel

Der Cloud-Computing-Spezialist CoreWeave verzeichnet ein beeindruckendes Wachstum: Der Auftragsbestand stieg um fast 300 Prozent im Jahresvergleich auf 99,4 Milliarden US-Dollar. Doch gleichzeitig wächst der Kapitalbedarf für den Bau von KI-Rechenzentren in einem alarmierenden Tempo. Die Kosten für die Errichtung KI-fähiger Anlagen werden aktuell auf 15 bis 25 Millionen US-Dollar pro Megawatt geschätzt.

Risikokapitalgeber Chamath Palihapitiya wies in einer Folge des All-In-Podcasts darauf hin, dass der Bau eines modernen 1-Gigawatt-KI-Rechenzentrums inzwischen Gesamtkosten von nahezu 100 Milliarden US-Dollar verursacht. Steigende Grundstücksgebühren, ein zunehmender Mangel an Elektroingenieuren sowie knappe Komponenten treiben die Kosten weiter in die Höhe. Spezialisierte KI-Cloud-Anbieter wie CoreWeave befinden sich damit in einem hyperinflationären Infrastruktur-Wettlauf um Skaleneffekte.

Eine zweckoptimierte Plattform für KI-Workloads

CoreWeave betreibt eine vertikal integrierte Plattform, die speziell auf die Leistungsanforderungen von KI-Workloads ausgerichtet ist. Das Unternehmen bezieht die neuesten Grafikprozessoren (GPUs) von seinem Partner Nvidia und kombiniert diese mit weiterer Hardware sowie eigener Software. So erreicht CoreWeave eine Performance, die Allzweck-Cloud-Anbieter oft nur schwer replizieren können.

Das Geschäftsmodell funktioniert als Vermittler: CoreWeave least physische Rechenzentrumsanlagen von Drittanbietern, anstatt sie selbst zu besitzen, und vermietet die Rechenkapazität weiter an Unternehmen für KI-Modelle und Hyperscaler. Diese Betriebsform hält die Kapitalkosten vergleichsweise niedrig. Die Spezialisierung hat CoreWeave zu einem wichtigen Partner für bedeutende KI-Labore gemacht und mehrjährige „Take-or-Pay"-Verträge mit Kunden wie Meta Platforms und OpenAI gesichert.

Die Kundenstruktur verbessert sich dabei kontinuierlich: Zehn Kunden haben sich verpflichtet, jeweils mindestens 1 Milliarde US-Dollar auszugeben. KI-Labore ohne Investment-Grade-Rating machen inzwischen weniger als 30 Prozent des Auftragsbestands aus – ein positives Signal für die Kreditqualität des Portfolios.

Milliardenschwere Schulden für die Expansion

Um die aggressive Expansion zu finanzieren, hat CoreWeave Schulden in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar in Form sogenannter „Delayed-Draw Term Loans" (DDTLs) aufgenommen. Das Funktionsprinzip: Das Unternehmen schließt einen Kundenvertrag ab, nutzt diesen als Sicherheit für Kredite gegen künftige Cashflows und ruft die Mittel erst ab, wenn die Kapazitäten tatsächlich bereitgestellt werden. Da die Kreditgeber die Bonität des Endkunden – etwa Meta – berücksichtigen, profitiert CoreWeave von besseren Konditionen.

Diese Struktur hat dazu beigetragen, den durchschnittlichen Zinssatz von Werten im mittleren Zehnerbereich auf knapp unter 10 Prozent bis Ende 2025 zu senken. Die Investitionsausgaben (Capex) werden in diesem Jahr voraussichtlich 30 Milliarden US-Dollar übersteigen – nach 15 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Das Unternehmen befindet sich damit auf einem hochkapitalintensiven Kurs, der nur so lange tragfähig ist, wie neue Verträge abgeschlossen und die Kapitalmärkte zugänglich bleiben.

Das erklärte Ziel ist ehrgeizig: CoreWeave will von derzeit rund einem Gigawatt auf eine Kapazität von 8 Gigawatt bis zum Jahr 2030 wachsen. Die steigenden Baukosten könnten jedoch die wirtschaftliche Skalierbarkeit dieses Vorhabens erheblich beeinträchtigen.

Chancen und Risiken für Anleger

Ein wichtiger Faktor, der das Risiko an Wert verlierender Hardware teilweise ausgleicht, ist die steigende Nachfrage nach KI-Inferenz. Diese sorgt dafür, dass ältere, weniger leistungsstarke GPUs länger als üblich wirtschaftlich wertvoll bleiben. Sollte die KI-Inferenz für Anbieter in den nächsten drei bis fünf Jahren hochprofitabel bleiben, dürfte sich die Preisgestaltung für Rechenkapazitäten gut behaupten.

Allerdings bestehen auch erhebliche Abwärtsrisiken. Falls die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückbleibt oder sich der Markt in Richtung kostengünstiger Open-Source-Modelle verschiebt, könnte dies die Tarife für künftige Verträge unter Druck setzen. Da die Kosten für Speicherchips und andere Vorleistungen steigen, nimmt die Kapitalbelastung für sogenannte „Neoclouds" und deren Partner insgesamt zu.

CoreWeave bietet Anlegern eine einzigartige Möglichkeit, am Ausbau der KI-Infrastruktur teilzuhaben. Angesichts der großen Bandbreite möglicher Entwicklungen und der erheblichen Unsicherheit darüber, wer langfristig zu den Gewinnern und Verlierern gehören wird, empfiehlt sich jedoch ein umsichtiger Ansatz bei der Positionsgröße, um das Einzeltitelrisiko in dieser sich schnell entwickelnden Branche zu begrenzen.

CoreweaveKi-RechenzentrumRechenzentrumskostenKi-InfrastrukturGpu CloudNvidiaKi-AktieCapex

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.