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Condor steigert operativen Gewinn um 25 Prozent und tilgt KfW-Kredit

Der Ferienflieger Condor hat seinen Wandel zum Drehkreuz-Betreiber abgeschlossen und liefert starke Zahlen für 2024/25.

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Condor steigert operativen Gewinn um 25 Prozent und tilgt KfW-Kredit

Condor hat seinen Transformationsprozess erfolgreich abgeschlossen. Aus dem einstigen Ferienflieger ist ein vollwertiger Drehkreuz-Betreiber am Frankfurter Flughafen geworden. Täglich verbindet die Airline in mehreren Wellen 13 europäische Metropolen mit Frankfurt – und füllt darüber ihre lukrativen Langstreckenflüge.

Die Passagierzahlen spiegeln diesen Wandel deutlich wider. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 (Stichtag: 30. September) stieg die Zahl der beförderten Passagiere um 13 Prozent auf rund 9,6 Millionen Menschen. Das Wachstum ist dabei eng mit dem neuen Zubringernetz verknüpft, das Condor aufbauen musste, nachdem Lufthansa die Beförderung von Condor-Passagieren zu Vorzugskonditionen nach Frankfurt aufgekündigt hatte. Durch diese Vertragskündigung entstanden Condor laut eigenen Angaben Verluste in zweistelliger Millionenhöhe.

Operatives Ergebnis legt kräftig zu

Beim operativen Ergebnis kann Condor glänzen. Das EBIT – der Gewinn vor Zinsen und Steuern – kletterte um 25,2 Prozent auf 151 Millionen Euro. Condor-Chef Peter Gerber betonte, dass die Fernflüge wieder die alte Profitabilität erreicht hätten. Das Zubringernetz erweist sich damit als tragfähiges Geschäftsmodell.

Unter dem Strich fällt das Bild jedoch weniger erfreulich aus. Der Nettoverlust stieg um 13,7 Prozent auf 110,43 Millionen Euro. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen interne Darlehenszinsen gegenüber dem britischen Eigentümer Attestor sowie hohe Leasing-Bewertungen für die überwiegend noch sehr jungen Flugzeuge in der Flotte. Diese buchhalterischen Belastungen drücken das Konzernergebnis trotz des starken operativen Geschäfts ins Minus.

KfW-Kredit sechs Monate früher zurückgezahlt

Ein wichtiges Signal in Richtung finanzieller Stabilität: Condor hat seinen Corona-Hilfskredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 175 Millionen Euro vollständig zurückgezahlt – und das gleich sechs Monate vor dem eigentlichen Fälligkeitstermin. Das unterstreicht die verbesserte Liquiditätslage des Unternehmens.

Noch offen ist die künftige Eigentümerstruktur. Derzeit halten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen über die SG Luftfahrtgesellschaft gemeinsam eine Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent an Condor. Zum 30. September sollen die Eigentumsverhältnisse neu überprüft werden. Zuvor muss noch eine weitere Kredittranche gegenüber dem Mehrheitseigentümer Attestor abgewickelt werden. Für Beobachter des deutschen Luftfahrtmarkts bleibt die Frage spannend, wie sich die Beteiligungsstruktur langfristig entwickelt.

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