Coinbase startet indexgebundene Perpetual Futures für US-Trader
Die größte US-Kryptobörse bietet neue Derivate mit bis zu 20-fachem Hebel auf KI, China, Verteidigung und Nasdaq-100.

Coinbase, die größte Kryptobörse der USA, führt Perpetual Futures ein, die an Indizes aus vier Themenbereichen gekoppelt sind. Zur Auswahl stehen Kontrakte auf Künstliche Intelligenz, China, Verteidigung sowie die 100 führenden an der Nasdaq notierten Unternehmen. US-Trader können dabei einen Hebel von bis zu 20 nutzen.
Perpetual Futures gehören zu den beliebtesten Derivaten im Kryptobereich. Im Gegensatz zu klassischen Futures-Kontrakten haben sie kein Verfallsdatum und können rund um die Uhr gehandelt werden. Diese Eigenschaften machen sie besonders attraktiv für aktive Trader, die flexibel auf Marktbewegungen reagieren möchten.
Regulatorischer Rückenwind durch die CFTC
Der Schritt von Coinbase ist möglich geworden, weil die US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) kürzlich die Notierung von Perpetual Futures an registrierten US-Plattformen genehmigt hat. Diese regulatorische Öffnung ist ein bedeutender Meilenstein für den amerikanischen Kryptomarkt, da Perpetual Futures bislang vor allem auf internationalen, weniger regulierten Plattformen verfügbar waren.
Für deutsche und europäische Anleger ist dieser Schritt ein wichtiges Signal: Die USA bewegen sich zunehmend in Richtung einer strukturierten Regulierung von Krypto-Derivaten. Während in Europa entsprechende Produkte für Privatanleger durch die ESMA stark eingeschränkt sind, öffnet sich der US-Markt nun schrittweise für diese Handelsinstrumente.
Vier Themenbereiche im Fokus
Die vier gewählten Themenbereiche spiegeln aktuelle Investmenttrends wider. Künstliche Intelligenz und Technologiewerte aus dem Nasdaq-100 stehen im Zentrum des Anlegerinteresses, während China-bezogene und Verteidigungs-Indizes geopolitische Entwicklungen aufgreifen. Coinbase positioniert sich damit nicht nur als Kryptobörse, sondern als breit aufgestellte Derivateplattform.
Mit dem Hebel von bis zu 20 können Trader mit einem vergleichsweise kleinen Kapitaleinsatz überproportional an Kursbewegungen partizipieren – allerdings steigt damit auch das Verlustrisiko entsprechend. Gerade für Privatanleger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit gehebelten Produkten daher essenziell.
Der Vorstoß von Coinbase unterstreicht den wachsenden Wettbewerb unter Kryptobörsen, innovative Produkte für institutionelle wie auch private Trader anzubieten. Mit der CFTC-Genehmigung im Rücken dürfte die Plattform ihre Position im US-Derivatemarkt weiter ausbauen.
