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Chinesische Märkte unter Druck

Anleger erwarten Konjunkturmaßnahmen nach enttäuschender Pressekonferenz

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Chinesische Märkte unter Druck

Die chinesischen Aktienmärkte standen am Mittwoch unter erheblichem Druck, nachdem die staatliche Wirtschaftsplanungsbehörde NDRC am Vortag keine konkreten Details zu neuen Konjunkturmaßnahmen präsentierte. Noch am Dienstag hatten die Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen, vertreten durch den Index CSI 300, mit einem Plus von 5,9 Prozent geschlossen. Am Mittwoch allerdings ging es wieder abwärts, und der CSI 300 beendete den Handelstag mit einem Minus von etwa sieben Prozent. Die Anleger zeigten sich enttäuscht, da sie auf wirtschaftliche Maßnahmen gehofft hatten, die den Konsum ankurbeln könnten. Auch der Hang-Seng-Index in Hongkong verzeichnete einen Rückgang von 1,4 Prozent.

Am Dienstag hatten die Märkte in Shanghai und Shenzhen zwar im Plus gelegen, während der Hang Seng in Hongkong mit einem Minus von neun Prozent abschloss. Dieser Unterschied war teils auf die unterschiedlichen Handelszeiten während der Feiertage der "Goldenen Woche" zurückzuführen, da in Hongkong der Handel stattfand, während die Festlandbörsen geschlossen waren. Zusätzlich kam es in Hongkong zu Gewinnmitnahmen, da das Briefing der NDRC keine neuen Impulse lieferte, so Analysten der BNP Paribas.

Die Erwartungen an die Pressekonferenz am ersten Arbeitstag nach den Feiertagen waren hoch, jedoch wurden keine neuen fiskal- oder geldpolitischen Maßnahmen angekündigt. Experten wie Vishnu Varathan von Mizuho argumentierten, dass die Enttäuschung der Anleger zwar verständlich sei, aber die NDRC nicht dafür zuständig sei, solche Details zu präsentieren. Hoffnung besteht jedoch, dass am Samstag, bei einer geplanten Pressekonferenz des chinesischen Finanzministers Lan Fo’an, Informationen zu „antizyklischen fiskalpolitischen“ Maßnahmen, möglicherweise einem Konjunkturpaket, folgen könnten.

Während die Märkte in China schwächelten, zeigte sich die japanische Börse stabil. Der Nikkei-Index stieg um ein Prozent auf 39.300 Punkte, während der breiter gefasste Topix nahezu unverändert bei 2707 Zählern blieb. Vor allem Technologiewerte legten im Sog der positiven Entwicklung der US-Märkte zu, wobei der Nvidia-Zulieferer Advantest sowie Tokyo Electron, Softbank Group und Recruit Holdings zu den stärksten Werten zählten. Die Anleger in Japan warten nun auf die Geschäftszahlen der Einzelhandelsriesen Seven & I und Fast Retailing, die am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlicht werden sollen.

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