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Chinas Wirtschaftswachstum stützt Börsenkurse

Sorge um Trumps Rückkehr dämpft Anlegerstimmung in Asien und USA

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Chinas Wirtschaftswachstum stützt Börsenkurse

Die Börsen in China verzeichneten am Freitag einen Anstieg, nachdem überraschend starke Konjunkturdaten veröffentlicht wurden. Die chinesische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was die Erwartungen der Analysten von 5,0 Prozent deutlich übertraf. Die chinesischen Behörden haben seit September des vergangenen Jahres verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Wachstum anzukurbeln und versprochen, auch in diesem Jahr weitere Schritte zu unternehmen. Die Daten zeigen, dass diese Maßnahmen positive Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Ben Bennett, Stratege bei Legal & General in Hongkong, betonte, dass die Zahlen die Wirksamkeit der eingeleiteten Veränderungen bestätigen.

Trotz des positiven wirtschaftlichen Ausblicks in China blieben die Gewinne an den Börsen begrenzt. Die Sorgen um den bevorstehenden Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident am Montag schränkten die positive Stimmung ein. In Shanghai stieg der SSE Composite Index um 0,2 Prozent auf 3243 Punkte, während der CSI-300 Index der wichtigsten Unternehmen aus Shanghai und Shenzhen um 0,4 Prozent auf 3814 Punkte zulegte. In Tokio hingegen war die Stimmung an den Börsen weniger optimistisch. Der Nikkei-Index gab um 0,3 Prozent auf 38.451 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix um ebenfalls 0,3 Prozent auf 2679 Punkte fiel.

Der Rückgang in Tokio spiegelte die Verluste an der Wall Street wider, die über Nacht zu verzeichnen waren. Diese Entwicklung wurde auch durch die sinkenden Anleiherenditen beeinflusst, die durch Spekulationen auf eine mögliche Zinssenkung der US-Notenbank, der Federal Reserve, ausgelöst wurden. Kyle Rodda, Senior-Finanzmarktanalyst bei Capital.com, erklärte, dass die Märkte zunehmend wieder auf die Fundamentaldaten der Unternehmen achten, nachdem die Gewinnsaison bisher robuste Ergebnisse gezeigt hat. Dennoch sorgten sich die Anleger auch um die Auswirkungen von Trumps Rückkehr ins Weiße Haus, insbesondere auf exportorientierte japanische Unternehmen.

Zudem stieg der Yen am Freitag auf ein neues Monatshoch von 154,98 pro Dollar, was die Aktien japanischer Exportunternehmen belastete. Die wachsende Erwartung, dass die Bank of Japan die Zinsen bald anheben könnte, verstärkte diese Entwicklung. Charu Chanana, Chef-Anlagestratege bei Saxo, hob hervor, dass sowohl die Inflations- als auch die Lohndaten darauf hindeuteten, dass die BOJ die Zinsen weiter anheben könnte. Allerdings wies er darauf hin, dass die Stärke des Yen möglicherweise nur von kurzer Dauer sein könnte.

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