Chinas Börsen starten mit Gewinnen in die Woche
US-Zinssenkungen und Konjunkturimpulse geben asiatischen Märkten Rückenwind

Die asiatischen Börsen sind mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. In Shanghai legte sowohl der Leitindex als auch der Index der wichtigsten Unternehmen aus Shanghai und Shenzhen um rund ein halbes Prozent zu. Anleger zeigen sich optimistisch, da sie auf frische Konjunkturimpulse hoffen. Analysten sehen in den Zinssenkungen der USA einen Hinweis auf eine globale Lockerung der Geldpolitik, die auch den chinesischen Exporten zugutekommen könnte. Yang Chao, Analyst bei Galaxy Securities, wies darauf hin, dass diese Maßnahmen besonders für den Handel vorteilhaft sein könnten.
Die Ankündigung einer Pressekonferenz führender Finanzregulierungsbehörden in China am Dienstag hat die Erwartungen auf neue wirtschaftliche Anreize weiter verstärkt. Die Börse in Japan blieb am Montag aufgrund eines Feiertages geschlossen.
Die chinesische Zentralbank sorgte ebenfalls für positive Stimmung, indem sie den 14-Tage-Reposatz überraschend um zehn Basispunkte senkte. Dies folgte auf die Enttäuschung, dass die Notenbank keine Senkung der längerfristigen Zinsen vorgenommen hatte. Diese Maßnahme führte dazu, dass die Rendite der 30-jährigen chinesischen Staatsanleihen zum Wochenbeginn auf ein Rekordtief von 2,13 Prozent fiel. Allerdings relativierten einige Analysten die Bedeutung dieser Zinssenkung. Volkmar Baur, Analyst der Commerzbank, erklärte, dass die realwirtschaftlichen Auswirkungen vernachlässigbar seien und somit keine nennenswerten Effekte auf die Währung zu erwarten seien.
Am Devisenmarkt war die Geldpolitik ebenfalls im Fokus. Der US-Dollar stieg im asiatischen Handel um 0,3 Prozent auf 144,37 Yen. Die Bank of Japan hatte in der Vorwoche ihre Zinsen unverändert gelassen und signalisiert, dass sie keine Eile habe, eine weitere Zinserhöhung vorzunehmen. Dies führte zu einer Pause in der bisherigen Aufwertung des Yen, der im September um 1,4 Prozent gestiegen war. Der US-Dollar zeigte sich auch gegenüber dem chinesischen Yuan leicht fester und notierte bei 7,0483 Yuan. Gegenüber dem Schweizer Franken legte der Dollar um 0,1 Prozent auf 0,8510 Franken zu.
Die Zinspolitik in den USA und China bleibt ein zentraler Faktor für die weitere Entwicklung der Märkte in Asien. Anleger setzen darauf, dass die wirtschaftlichen Anreize die Konjunktur stützen und positive Effekte auf den Handel und die Währungen in der Region haben werden.
