ANZEIGE

Chinas Börsen erreichen Zwei-Jahres-Hoch

Reformprogramm beflügelt Märkte, während Japan unter starkem Yen leidet

2 Min
Chinas Börsen erreichen Zwei-Jahres-Hoch

Die chinesischen Börsen verzeichneten nach der Feiertagswoche starke Zuwächse. Der Shanghai Composite Index stieg um 5,6 Prozent, während der CSI 300, der die wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen umfasst, um 5,9 Prozent auf 4256 Punkte zulegte. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2022. Diese Entwicklung wurde durch die Ankündigung eines neuen Reformprogramms der chinesischen Regierung begünstigt. Zu den geplanten Maßnahmen gehören eine stärkere Unterstützung von Kleinunternehmen, die Ausgabe von Sonderanleihen sowie Schritte zur Stabilisierung des Immobilienmarktes. Bereits in der Vorwoche hatte China Konjunkturmaßnahmen angekündigt.

Der Optimismus beschränkte sich jedoch nicht auf alle Märkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 9,4 Prozent. Dies ist auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen, nachdem der Index während der chinesischen Feiertagswoche um neun Prozent gestiegen war. Laut Gary Ng, Ökonom bei Natixis, zeigt dies, dass die Festlandbörsen auf ein Niveau gestiegen sind, mit dem Anleger zufrieden sind, während in Hongkong vor allem Gewinnmitnahmen zu beobachten waren.

Trotz des Anstiegs an den Festlandbörsen Chinas gaben die Aktien im Handelsverlauf einen Teil ihrer Gewinne ab. Der CSI 300 hatte in der Spitze um 10,8 Prozent zugelegt. Die Anleger erwarteten mehr Details zu den angekündigten Konjunkturmaßnahmen, jedoch enttäuschte der Vorsitzende der staatlichen Planungsbehörde, Zheng Shanjie, auf einer Pressekonferenz mit wenigen konkreten Informationen. Dies ließ Zweifel an den geplanten Maßnahmen aufkommen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Unterstützungen zur Belebung der schwächelnden chinesischen Wirtschaft.

Auch europäische Luxusaktien reagierten negativ auf die Unsicherheit über die chinesische Nachfrage. LVMH verlor nach Handelsbeginn rund vier Prozent, während Kering mehr als fünf Prozent einbüßte. Analysten sind unsicher, ob sich die Nachfrage nach Luxusgütern in China in naher Zukunft erholen wird. Dazu kommen Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen Brandy-Importeure, was besonders die LVMH-Tochter Hennessy betrifft.

In Japan gaben die Märkte nach. Der Nikkei-Index verlor 1,2 Prozent, der breiter gefasste Topix sank um 1,5 Prozent. Händler verwiesen auf die schwächeren Vorgaben der Wall Street und den stärkeren Yen als Gründe. Der Yen stieg im asiatischen Devisenhandel, was tendenziell die Gewinne japanischer Exporteure belastet. Aktien von Toyota fielen um rund drei Prozent, Sony verlor 2,4 Prozent, und die SoftBank Group gab 1,88 Prozent nach.

AsienAktienmarktBörseNikkeiTopixShanghai Yen

Meistgelesene News

  1. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  2. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte
  5. Nvidia dominiert KI-Markt: 5,2 Billionen Dollar Marktwert und neue Rekorde

Disclaimer