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China hebt Kaufverbot für BHP-Eisenerz in Häfen auf

Chinas staatlicher Einkäufer CMRG erlaubt wieder den Kauf von BHP-Eisenerzprodukten, die sich monatelang in chinesischen Häfen angestaut hatten.

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China hebt Kaufverbot für BHP-Eisenerz in Häfen auf

Chinas staatlicher Eisenerz-Einkäufer China Mineral Resources Group (CMRG) hat das Kaufverbot für bestimmte Eisenerzprodukte des australischen Bergbaukonzerns BHP aufgehoben. Dies berichteten vier mit der Angelegenheit vertraute Quellen am 28. April. Das Verbot hatte dazu geführt, dass sich erhebliche Mengen an BHP-Erz in chinesischen Häfen angestaut hatten.

BHP, der weltweit drittgrößte Eisenerzlieferant, und die CMRG haben Vertragsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis: ein Ende des monatelangen Kaufverbots für BHP-Eisenerz. Die Aufhebung erfolgte laut Berichten nach einem Besuch von BHP-Führungskräften in China und betrifft vor allem auf dem Seeweg transportierte Produkte.

Stahlhersteller und Händler dürfen wieder kaufen

Chinesische Stahlhersteller können nun nach Vorlage eines Berichts bei der CMRG zuvor blockierte BHP-Produkte erwerben und aus den Häfen abnehmen. Konkret betrifft dies das sogenannte Jimblebar-Feinerz – eine Eisenerzsorte mit mittlerem Eisengehalt. Auch Händler wurden darüber informiert, dass sie ihr Jimblebar-Feinerz in den Häfen wieder verkaufen dürfen.

Das Ausmaß der aufgestauten Bestände verdeutlicht, wie stark das Verbot den Markt belastet hatte. Die Bestände an Jimblebar-Feinerz in 15 wichtigen chinesischen Häfen beliefen sich zum 22. April auf 8,69 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Anstieg von 382 Prozent gegenüber Ende September – ein deutliches Zeichen für die Folgen des monatelangen Kaufstopps.

Schrittweise Verbote seit September 2024

Die CMRG hatte die Kaufverbote in mehreren Schritten verhängt. Im September untersagte sie zunächst den Kauf von BHP-Jimblebar-Feinerz. Im November folgte das Verbot für Jinbao-Feinerz, und im März dieses Jahres wurde schließlich auch Newman-Feinerz vom Kauf ausgeschlossen. Die nun erfolgte Aufhebung markiert damit eine deutliche Entspannung in den Handelsbeziehungen zwischen dem australischen Bergbauriesen und dem chinesischen Staatskonzern.

An den Rohstoffmärkten reagierte der meistgehandelte Eisenerzkontrakt an der chinesischen Dalian Commodity Exchange (DCE) mit einem leichten Rückgang. Im Vormittagshandel verlor der Kontrakt 1,02 Prozent und notierte bei 779,5 Yuan pro Tonne, was einem Preis von rund 114,18 US-Dollar entspricht.

Die CMRG und BHP reagierten auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht mit einer offiziellen Stellungnahme. Für den globalen Eisenerzmarkt ist die Entwicklung dennoch bedeutsam: China ist der weltweit größte Stahlproduzent und damit auch der wichtigste Abnehmer von Eisenerz. Störungen im Handel zwischen chinesischen Staatsunternehmen und großen Bergbaukonzernen wie BHP haben stets weitreichende Auswirkungen auf die globalen Rohstoffpreise und Lieferketten.

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