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Chalco-Aktie steigt nach Gewinnprognose von bis zu 58 Prozent

Aluminum Corp of China erwartet im ersten Quartal einen Nettogewinn von bis zu 5,59 Milliarden Yuan – getrieben von starken Aluminiumpreisen.

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Chalco-Aktie steigt nach Gewinnprognose von bis zu 58 Prozent

Die Aktien der Aluminum Corp of China (HK: 2600), besser bekannt als Chalco, haben am Donnerstag deutliche Kursgewinne verzeichnet. Auslöser war eine starke Gewinnprognose für das erste Quartal 2025, die von robusten Metallpreisen getragen wird. Die Aktie legte sowohl in Hongkong als auch auf dem chinesischen Festland um rund 3% zu – und das gegen den Markttrend.

Während der Hang Seng Index und der Shanghai Shenzhen CSI 300 Index Verluste hinnehmen mussten, entwickelte sich Chalco damit deutlich besser als der breitere Markt. Das unterstreicht das Vertrauen der Investoren in die operative Stärke des weltgrößten Aluminiumproduzenten.

Gewinnprognose übertrifft Analystenerwartungen

Chalco erwartet für die drei Monate bis zum 31. März einen zurechenbaren Nettogewinn zwischen 5,30 Milliarden und 5,59 Milliarden Yuan – umgerechnet rund 730 bis 820 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 50% bis 58% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Prognose liegt damit leicht über den Schätzungen von Morgan Stanley, die bei 5,27 Milliarden Yuan lagen.

Das starke Ergebnis ist in erster Linie auf höhere Aluminiumpreise im ersten Quartal zurückzuführen. Chinesische Produktionsbeschränkungen sowie US-Importzölle haben das weltweite Angebot des Leichtmetalls spürbar eingeschränkt und damit den Preisauftrieb begünstigt.

Geopolitische Faktoren stützen Aluminiumpreise zusätzlich

Zusätzlichen Rückenwind erhielten die Aluminiumpreise durch den Ausbruch des US-israelischen Krieges gegen den Iran. Der Konflikt störte die Schifffahrt durch den Nahen Osten erheblich und führte dazu, dass mehrere Produktionsanlagen in der Region geschlossen oder angegriffen wurden. Die daraus resultierende Erwartung eines noch knapperen Angebots überschattete weitgehend die Befürchtungen einer schwächeren Nachfrage in den kommenden Quartalen.

Neben den günstigen Marktbedingungen profitierte Chalco auch von internen Fortschritten: Das Unternehmen steigerte seine Selbstversorgung bei Bauxit-Vorräten, dem wichtigsten Rohstoff für die Aluminiumproduktion. Dies ermöglichte eine bessere Kostenkontrolle im abgelaufenen Quartal und stärkt die Margen des Konzerns nachhaltig.

Weltgrößter Aluminiumproduzent im Aufwind

Chalco gilt als weltgrößter Aluminiumproduzent und nimmt damit eine Schlüsselrolle in der globalen Metallversorgung ein. Für deutsche Anleger ist das Unternehmen vor allem im Kontext der Energiewende und des steigenden Aluminiumbedarfs für Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien relevant. Aluminium ist ein unverzichtbarer Werkstoff für Leichtbaukonstruktionen in der Automobilindustrie sowie für Solarmodule und Windkraftanlagen.

Die Kombination aus angebotsgetriebenen Preisanstiegen, geopolitischen Unsicherheiten und verbesserter Kostenstruktur macht Chalco derzeit zu einem der auffälligsten Werte im chinesischen Rohstoffsektor. Ob das Unternehmen diesen Schwung auch in die kommenden Quartale mitnehmen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die globale Nachfrage und die geopolitische Lage weiterentwickeln.

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