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Carnival senkt Jahresprognose wegen steigender Treibstoffkosten

Der Kreuzfahrtriese Carnival leidet unter dem Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts – ohne Absicherung besonders verwundbar.

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Carnival senkt Jahresprognose wegen steigender Treibstoffkosten

Der Kreuzfahrtkonzern Carnival hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten korrigiert. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen stark gestiegene Treibstoffkosten, ausgelöst durch den eskalierenden Konflikt im Iran. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll nun bei rund 2,21 US-Dollar liegen – zuvor hatte Carnival noch bis zu 2,48 US-Dollar in Aussicht gestellt.

Der Rückgang der Prognose um bis zu 27 Cent je Aktie verdeutlicht die Verwundbarkeit des Konzerns gegenüber Energiepreisschwankungen. Carnival ist die einzige große US-Kreuzfahrtgesellschaft, die ihre Treibstoffkosten nicht durch Hedging absichert. Während Wettbewerber über Finanzkontrakte Preise fixieren und sich so gegen plötzliche Schwankungen schützen, trägt Carnival das volle Marktrisiko.

Die Ölpreise sind seit Beginn des Iran-Konflikts sprunghaft gestiegen. Angriffe auf Öl- und Transportanlagen im Nahen Osten sowie Störungen der Energieströme durch die strategisch wichtige Straße von Hormus haben die Sorgen um das globale Angebot geschürt. Kreuzfahrtgesellschaften sind dabei besonders betroffen, da ihre Schiffe auf Schweröl und Marinediesel angewiesen sind.

Carnival rechnet mit weiter hohen Ölpreisen

Das Unternehmen hat seiner aktualisierten Prognose konkrete Annahmen zu den Energiepreisen zugrunde gelegt. Da die jüngste Volatilität eine verlässliche Kalkulation auf Basis aktueller Spotpreise erschwert, stützt sich Carnival auf Treibstoffkäufe aus März und Anfang April. Für den Rest von April und Mai wird ein durchschnittlicher Brent-Rohölpreis von 90 US-Dollar je Barrel angesetzt, für das dritte Quartal 85 US-Dollar und für das vierte Quartal 80 US-Dollar.

Die Reaktion der Anleger fiel entsprechend negativ aus: Die Carnival-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel rund 3 Prozent. Für deutsche Privatanleger ist der Kreuzfahrtkonzern vor allem als Betreiber bekannter Marken wie AIDA, Costa Cruises und der namensgebenden Carnival Cruise Line relevant. Die Prognosekorrektur zeigt einmal mehr, wie stark geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten auch westliche Konsumunternehmen treffen können.

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