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Burberry-CEO erhält deutliche Gehaltserhöhung auf der Hauptversammlung

Joshua Schulman soll bis zu 12,2 Millionen Pfund verdienen können – vorbehaltlich der Aktionärszustimmung im Juli 2025.

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Burberry-CEO erhält deutliche Gehaltserhöhung auf der Hauptversammlung

Burberry-Chef Joshua Schulman steht vor einer erheblichen Aufstockung seiner Vergütung. Der Vergütungsausschuss des britischen Luxusmodekonzerns schlägt vor, die variable Vergütungsmöglichkeit erstmals seit einem Jahrzehnt zu erhöhen. Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung am 15. Juli in London darüber abstimmen.

Schulmans Zielvergütung soll von bisher 4,5 Millionen Pfund auf 6,3 Millionen Pfund steigen. Bei einer „wirklich außergewöhnlichen" Unternehmensleistung und einem Aktienkurswachstum von 50 Prozent über drei Jahre könnte das Gesamtpaket sogar auf 12,2 Millionen Pfund anwachsen. Das Grundgehalt des CEOs wurde für das laufende Jahr um 3 Prozent auf 1,24 Millionen Pfund angehoben.

Neues hybrides Vergütungsmodell

Kern der neuen Vergütungspolitik ist die Einführung eines hybriden langfristigen Anreizplans. Dieser kombiniert Performance Share Awards (PSP) mit den bisherigen Restricted Share Plan Awards (RSP). Der PSP-Award bietet eine maximale Möglichkeit von 300 Prozent des Grundgehalts, während der RSP-Award von 162,5 Prozent auf 150 Prozent des Gehalts reduziert wird. Die jährliche Bonusmöglichkeit bleibt unverändert bei 200 Prozent des Gehalts.

Die letzte Erhöhung der variablen Vergütungsmöglichkeit für die CEO-Rolle liegt weit zurück: Im Geschäftsjahr 2016/17 hatte Burberry noch einen Performance Share Award in Höhe von 325 Prozent des Gehalts. Nach der Hauptversammlung 2020 wurde dieser in einen Restricted Share Award von 162,5 Prozent umgewandelt. Die nun vorgeschlagene Änderung stellt also eine strukturelle Rückkehr zu stärker leistungsabhängigen Vergütungskomponenten dar.

Der Vergütungsausschuss betonte, dass Schulmans Vergütungsniveau angemessene Anreize biete, zur Mitarbeiterbindung beitrage und marktgerecht sei. Ausdrücklich erklärte der Ausschuss, man habe nicht versucht, US-amerikanische Gehaltsniveaus zu kopieren – ein Hinweis auf die in der Branche oft diskutierte Gehaltsspirale bei internationalen Luxuskonzernen.

Ehrgeizige Umsatzziele bis 2029

Die Zuteilungen im Rahmen des neuen Performance Share Plans sind an konkrete Kennzahlen geknüpft: Umsatz, Kapitalrendite (ROIC) und relative Gesamtrendite für Aktionäre (TSR) werden gleichgewichtet berücksichtigt. Für die maximale Zuteilung muss Burberry bis 2028/29 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Pfund bei konstanten Wechselkursen erzielen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 9 Prozent ab 2025/26 – und liegt damit über den externen Erwartungen für den Luxusmarkt.

Die Mindestvoraussetzung für den RSP-Award ist ein Umsatz von mindestens 2,6 Milliarden Pfund im Jahr 2028/29 sowie Fortschritte bei Marken- und Nachhaltigkeitsstrategien.

Turnaround zeigt erste Erfolge

Schulman, der im Juli 2024 die Führung des einzigen börsennotierten britischen Luxusmodeunternehmens übernahm, kann bereits erste Erfolge seines Turnaround-Plans vorweisen. Im Geschäftsjahr bis zum 28. März 2026 erzielte Burberry einen Umsatz von 2,4 Milliarden Pfund – auf berichteter Basis zwar 2 Prozent niedriger, bei konstanten Wechselkursen jedoch stabil.

Besonders deutlich verbesserte sich das bereinigte Betriebsergebnis: Es sprang von 26 Millionen Pfund im Vorjahr auf 160 Millionen Pfund. Die operative Marge stieg von 1 Prozent auf 6,6 Prozent. Der freie Cashflow von 141 Millionen Pfund war mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde allerdings keine Dividende gezahlt.

Schulmans Gesamtvergütung für 2025/26 belief sich auf 4 Millionen Pfund. Darin enthalten sind 2,3 Millionen Pfund aus dem Jahresbonussystem, das 97,5 Prozent der maximalen Möglichkeit ausschüttete. Die Bonus-Scorecard basierte zu 75 Prozent auf dem bereinigten Betriebsergebnis und zu 25 Prozent auf strategischen Zielen. Da Schulman erst im Juli 2024 eintrat, nahm er nicht am langfristigen Anreizprogramm teil, dessen Aktien bereits 2023 zugeteilt worden waren.

Die Burberry-Aktie (LSE: BRBY) hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent zugelegt und notierte zuletzt bei 1.137,5 Pence. Die Hauptversammlung findet am 15. Juli 2026 um 10:30 Uhr im Horseferry House in London statt. Stimmrechtsvollmachten müssen bis spätestens 13. Juli, 10:30 Uhr, eingereicht werden. Den Aufsichtsratsvorsitz hält derzeit noch der ehemalige Kingfisher-Chef Gerry Murphy, der dieses Amt seit Juli 2018 innehat. Als sein Nachfolger ist William Jackson, Gründer und ehemaliger Chef der FTSE-250-Private-Equity-Gesellschaft Bridgepoint, vorgesehen.

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