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Buffetts Depot: Große Veränderungen angekündigt

Verkäufe bei Apple, Einstiege und Ausstiege in anderen Branchen

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Buffetts Depot: Große Veränderungen angekündigt

Warren Buffett, der Vorsitzende von Berkshire Hathaway, hat im ersten Quartal dieses Jahres vier wesentliche Veränderungen in seinem Aktienportfolio vorgenommen. Die neuesten Daten der US-Börsenaufsicht SEC, die am Mittwochabend veröffentlicht wurden, zeigen diese bedeutenden Anpassungen.

Eine der auffälligsten Veränderungen betrifft Apple. Zum zweiten Quartal in Folge hat Buffett Apple-Aktien verkauft. Von Januar bis März dieses Jahres veräußerte er rund 115 Millionen Apple-Papiere, nachdem er im vierten Quartal 2023 bereits zehn Millionen Anteile verkauft hatte. Somit hat Buffett innerhalb von sechs Monaten 14 Prozent seiner Apple-Aktien abgestoßen. Trotz hoher Gewinne und einer treuen Kundenbasis hat sich die Aktie in den letzten sechs Monaten nur seitwärts bewegt. Apples Umsatz sank im ersten Quartal um vier Prozent, während der Verkauf von iPhones um zehn Prozent zurückging. Vorstands-Chef Tim Cook erklärte, dass dieser Rückgang auf ein besonders starkes Vergleichsquartal nach der Corona-Pandemie zurückzuführen sei.

Neben den Verkäufen von Apple-Aktien offenbarte Buffett auch einen geheimen Kauf. Berkshire Hathaway hat in den Versicherer Chubb investiert und besitzt nun rund sechs Prozent des Unternehmens. Chubb, ein in der Schweiz ansässiger Versicherer mit einer starken Präsenz in über 140 Ländern, passt gut zu Buffetts Investitionsphilosophie. Der Versicherer erzielt seit Jahren stabile Gewinne und schüttet Dividenden an seine Aktionäre aus. Nachdem Buffetts Einstieg bekannt wurde, stieg die Chubb-Aktie im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent.

Ein weiterer bedeutender Schritt war der vollständige Ausstieg aus den Aktien des Computer- und Druckerherstellers HP sowie des Medienkonzerns Paramount. Ende Dezember besaß Buffett noch 23 Millionen HP-Aktien im Wert von knapp 700 Millionen Dollar. Trotz einer Erholung des weltweiten PC-Marktes, die den Aktienkurs zuletzt auf knapp 32 Dollar steigen ließ, zog Buffett einen Schlussstrich unter dieses Verlustgeschäft. Ebenso verkaufte er alle Anteile an Paramount, nachdem er zum Jahreswechsel noch zehn Prozent des Unternehmens besessen hatte. Paramounts Aktie ist in den letzten zwei Jahren um 60 Prozent gefallen.

Schließlich nahm Buffett bei zwei Öl-Konzernen unterschiedliche Anpassungen vor. Er stockte seine Position bei Occidental Petroleum leicht auf, während er die bei Chevron leicht reduzierte. Beide Unternehmen bleiben bedeutende Bestandteile des Berkshire-Portfolios. Occidental könnte in Zukunft Chevron als größtes Öl-Investment ablösen. Buffett hatte während der Corona-Pandemie und zu Beginn des Ukrainekriegs stark in den Ölsektor investiert. Diese Strategie hat sich als erfolgreich erwiesen, da die Aktien beider Unternehmen seit Anfang 2022 beträchtlich gestiegen sind und hohe Dividenden ausgeschüttet haben.

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