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Buffett verkauft Apple-Aktien in großem Stil

Berkshire Hathaways Cash-Reserven erreichen ein Rekordhoch, Aktie bleibt robust

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Buffett verkauft Apple-Aktien in großem Stil

Warren Buffett, der CEO von Berkshire Hathaway, hat im vergangenen Quartal fast 50 Prozent seiner Apple-Aktien verkauft. Dies führte zu einem erheblichen Anstieg der Cash-Reserven des Unternehmens auf ein Rekordniveau. Analysten waren von diesem drastischen Schritt überrascht, da Apple seit vielen Jahren die größte Position im Portfolio von Berkshire Hathaway darstellt. Die Quartalszahlen des Unternehmens, die am Samstag veröffentlicht wurden, zeigen, dass der Wert der Apple-Beteiligung auf 84,2 Milliarden Dollar reduziert wurde.

Bereits in den vergangenen Quartalen hatte Buffett begonnen, die Position leicht zu verringern. Im ersten Quartal dieses Jahres reduzierte Berkshire die Beteiligung um rund 13 Prozent, was bereits als ungewöhnlich galt. Der Verkaufsdruck setzte sich fort, obwohl Buffett bei der Hauptversammlung im Mai angedeutet hatte, dass er den Konzern auf unsicherere Zeiten vorbereiten wolle. Dabei betonte er, dass unter den aktuellen Bedingungen eine Cash-Position attraktiv sei, insbesondere im Vergleich zu den Alternativen auf den Aktienmärkten.

Die Entscheidung, Apple-Aktien in großem Stil zu verkaufen, hat steuerliche Gründe. Angesichts der historisch niedrigen US-Unternehmensteuersätze und der hohen Staatsschulden könnten diese Sätze steigen, was Buffett vermeiden möchte, um hohe Steuerbelastungen für seine Aktionäre zu verhindern. Trotz des Verkaufs blieb Buffett Apple gegenüber zunächst positiv eingestellt. Erst als sich die Rahmenbedingungen änderten, entschied er sich zu diesem Schritt. Apples Aktienkurs zeigte sich von den Verkäufen unbeeindruckt und stieg im zweiten Quartal um 27 Prozent, unterstützt durch eine Kooperation mit dem Chatbot-Anbieter OpenAI.

Insgesamt trennte sich Berkshire Hathaway im zweiten Quartal von Aktien im Wert von 75,5 Milliarden Dollar, was das siebte Quartal in Folge ist, in dem das Unternehmen als Nettoverkäufer auftritt. Auch im aktuellen Quartal setzte sich dieser Trend fort, wobei Berkshire im Juli begann, Anteile an der Bank of America zu verkaufen. Darüber hinaus kaufte das Unternehmen eigene Aktien im Wert von 345 Millionen Dollar zurück, der niedrigste Wert seit 2018.

Berkshires Cash-Reserven erreichten einen neuen Höchststand von 277 Milliarden Dollar, was zum ersten Mal über 200 Milliarden Dollar liegt. Buffett sucht weiterhin nach Möglichkeiten, dieses Geld gewinnbringend anzulegen, jedoch ohne hohe Risiken einzugehen. Er legt einen Großteil der Barmittel in kurzfristige US-Staatsanleihen an, die derzeit hohe Zinsen bieten. Berkshire Hathaway hält mittlerweile rund drei Prozent aller kurzfristigen US-Staatspapiere.

Der operative Gewinn von Berkshire stieg im Quartal um 16 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar, ein neuer Rekord. Fast die Hälfte dieses Gewinns stammt aus den Versicherungsgeschäften des Unternehmens, insbesondere von der Autoversicherung Geico, deren Gewinn sich nach einer Schwächephase verdreifachte. Die Umsätze stiegen um ein Prozent auf 93,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn der Eisenbahntochter BNSF sank um drei Prozent, während Berkshire Hathaway Energy aufgrund von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ebenfalls einen Rückgang des Gewinns verzeichnete.

Die Berkshire-Aktie, die teuerste der Welt, stieg in diesem Jahr um 17 Prozent und schloss am Freitag bei 641.435 Dollar. Dies übertrifft den Zuwachs des S&P 500, mit dem sich Buffett gerne vergleicht.

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