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Brasiliens Bovespa schließt leicht im Minus – Immobilien unter Druck

Der brasilianische Leitindex Bovespa verlor am Freitag 0,06 Prozent, belastet von Schwäche in Immobilien, Finanzen und Konsum.

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Brasiliens Bovespa schließt leicht im Minus – Immobilien unter Druck

Die brasilianischen Aktienmärkte beendeten den Freitagshandel mit leichten Verlusten. Der Bovespa, der wichtigste Aktienindex der Börse B3 in São Paulo, schloss mit einem Minus von 0,06 Prozent. Besonders die Sektoren Immobilien, Finanzen und Konsum belasteten die Kursentwicklung und zogen den Gesamtmarkt ins Minus.

An der Börse B3 überwogen die Verlierer deutlich gegenüber den Gewinnern: 497 Titel schlossen im Minus, 401 im Plus, während 57 Werte unverändert blieben. Das Bild eines breiten, wenn auch moderaten Verkaufsdrucks zeichnete sich damit über weite Teile des Marktes ab.

Gewinner des Tages: Usiminas und Hapvida vorne

Zu den stärksten Werten der Sitzung zählte Usinas Siderurgicas de Minas Gerais SA (USIM5), der brasilianische Stahlkonzern, der um 4,18 Prozent oder 0,33 Punkte auf 8,24 zulegte. Ebenfalls stark präsentierte sich der Gesundheitskonzern Hapvida Participacoes e Investimentos (HAPV3) mit einem Plus von 3,93 Prozent oder 0,43 Punkten auf 11,31. Der staatliche Ölriese Petroleo Brasileiro SA – bekannt als Petrobras (PETR3) – stieg im späten Handel um 2,62 Prozent oder 1,17 Punkte auf 45,85.

Verlierer: Immobilienaktien auf 52-Wochen-Tief

Auf der Verliererseite fiel Vivara Participacoes SA (VIVA3), ein brasilianischer Schmuck- und Accessoires-Einzelhändler, um 3,90 Prozent oder 0,91 Punkte auf 22,42. Besonders auffällig war die Schwäche im Immobiliensektor: MRV Engenharia e Participacoes SA (MRVE3) verlor 3,31 Prozent oder 0,16 Punkte auf 4,71 und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Auch Direcional Engenharia SA (DIRR3) fiel auf ein 52-Wochen-Tief und gab um 2,75 Prozent oder 0,34 Punkte auf 12,04 nach.

Das Erreichen neuer Jahrestiefs bei gleich zwei Immobilientiteln unterstreicht den anhaltenden Druck auf den brasilianischen Bausektor. Dieser leidet unter dem schwierigen Zinsumfeld, das Baufinanzierungen verteuert und die Nachfrage dämpft – ein Problem, das Immobilienaktien weltweit belastet.

Volatilität steigt, Rohstoffe legen zu

Der CBOE Brazil ETF Volatility Index, der die implizite Volatilität von Bovespa-Optionen misst und als Stimmungsbarometer für den brasilianischen Markt gilt, stieg um 2,02 Prozent auf 28,32. Ein steigender Volatilitätsindex signalisiert zunehmende Unsicherheit unter den Marktteilnehmern.

An den Rohstoffmärkten gab es hingegen deutliche Bewegungen nach oben. Gold-Futures für die Lieferung im August stiegen um 0,58 Prozent oder 23,30 auf 4.015,40 US-Dollar pro Feinunze. Rohöl für die Lieferung im August legte kräftig um 4,46 Prozent oder 3,52 auf 82,47 US-Dollar pro Barrel zu. US Coffee C für September kletterte um 2,72 Prozent oder 8,50 auf 321,10 US-Dollar.

Beim Währungspaar USD/BRL legte der US-Dollar um 0,21 Prozent auf 5,11 brasilianische Real zu. Der Euro verteuerte sich gegenüber dem Real um 0,18 Prozent auf 5,87. Der US-Dollar-Index-Future notierte nahezu unverändert mit einem minimalen Plus von 0,01 Prozent bei 100,58.

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