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Brandgefahr durch Powerbanks: Warnung für Flugreisende im Sommer

Zu Beginn der Sommerreisezeit warnen Behörden eindringlich: Lithium-Batterien im Frachtraum sind das Sicherheitsrisiko Nummer eins.

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Brandgefahr durch Powerbanks: Warnung für Flugreisende im Sommer

Flugpassagiere werden eindringlich davor gewarnt, Powerbanks, E-Zigaretten und andere lithiumbetriebene Geräte im aufgegebenen Gepäck zu transportieren. Die britische Luftfahrtaufsichtsbehörde Civil Aviation Authority (CAA) stuft das Brandrisiko durch Lithium-Batterien mittlerweile als das größte Sicherheitsrisiko für Flugzeuge ein. Hintergrund ist ein alarmierender Anstieg der Vorfälle – pünktlich zum Start der Sommerreisesaison.

Die Zahlen sind deutlich: Im Jahr 2024 wurden den britischen Behörden 316 Vorfälle gemeldet, bei denen Geräte mit Lithium-Batterien im aufgegebenen Gepäck entdeckt wurden. Im Jahr 2025 stieg diese Zahl auf 643 – eine nahezu Verdoppelung innerhalb eines Jahres. Auch die Meldungen über überhitzte oder fehlerhafte Geräte stiegen im selben Zeitraum von 123 auf 206. Die CAA registriert mittlerweile etwa zwei Vorfälle mit Lithium-Batterien pro Woche.

Laut CAA nimmt eine durchschnittliche Person heute vier verschiedene lithiumbetriebene Geräte auf einen Flug mit. Dazu zählen Laptops, Mobiltelefone, Smartwatches, E-Zigaretten und Powerbanks. Diese Geräte sind im Alltag unverzichtbar – doch ihre Batterien können bei Überhitzung oder Defekten Brände auslösen, die sich rasend schnell ausbreiten und kaum zu kontrollieren sind.

Das Problem im Frachtraum

Der entscheidende Unterschied liegt im Ort des Vorfalls. Die meisten bisherigen Probleme traten in der Kabine auf, wo die Besatzung eingreifen konnte. Im Frachtraum hingegen bleibt ein Brand möglicherweise unentdeckt, bis es zu spät ist, ihn unter Kontrolle zu bringen. Genau das macht die Situation so gefährlich.

Konkrete Vorfälle unterstreichen die Dringlichkeit der Warnung. Im vergangenen Monat musste ein EasyJet-Flug nach Rom umgeleitet werden, nachdem eine Powerbank im Frachtraum entdeckt worden war. Im Oktober verbreitete sich ein Video von Flammen, die aus dem Handgepäckfach eines Air-China-Fluges schlugen – verursacht Berichten zufolge durch eine Lithium-Batterie. Abgesehen von der Brandgefahr können solche Vorfälle auch zu erheblichen Flugverspätungen führen.

Tim Alderslade, Chief Executive von Airlines UK, bezeichnet das Risiko von Lithium-Batterie-Vorfällen als „wachsende Herausforderung". „Während Piloten und Kabinenpersonal darauf geschult sind, mit jeder Situation umzugehen, ist das beste Ergebnis immer die Prävention, die bereits beim Packen der Koffer durch die Passagiere beginnt", erklärte er.

Minderwertige Produkte als Hauptursache

Giuseppe Capanna, Produktsicherheitsingenieur bei der Wohltätigkeitsorganisation Electrical Safety First, erklärt, dass Lithium-Batterien enorme Energiemengen speichern – was sie praktisch, aber auch potenziell gefährlich macht. „Wenn diese Produkte in Ihrem Gepäck verpackt sind, gibt es keinen Zugriff darauf. Wenn also etwas schief geht, können sie ein wirklich verheerendes Feuer verursachen, das gefährliche Folgen haben kann", warnte er.

Capanna betont, dass die meisten Geräte mit Lithium-Batterien sicher sind. Probleme entstünden meist durch „minderwertige Versionen" von Drittanbietern. „Es ist wirklich wichtig, dass wir sicherstellen, dass wir nur sichere, geprüfte Produkte mit in den Urlaub nehmen", so sein Appell.

Die wichtigsten Regeln für Flugreisende

Die CAA erinnert alle Passagiere an die geltenden Vorschriften:

  • Mobiltelefone, E-Zigaretten und Powerbanks müssen stets in der Kabine mitgeführt werden – niemals im aufgegebenen Gepäck
  • Pro Person sind maximal zwei Powerbanks pro Flug erlaubt
  • Powerbanks dürfen an Bord niemals aufgeladen werden
  • Laptops müssen vollständig ausgeschaltet sein, wenn sie im aufgegebenen Gepäck transportiert werden

Für deutsche Urlauber, die in den kommenden Wochen in die Sommerferien starten, gelten dieselben internationalen Luftfahrtregeln. Die Behörden gehen davon aus, dass viele Passagiere diese Vorschriften noch immer nicht kennen – weshalb die Aufklärungskampagne zum Ferienbeginn besondere Bedeutung hat.

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