BofA hebt Intel-Kursziel auf 56 Dollar trotz Underperform-Einstufung
BofA Securities erhöht das Kursziel für Intel von 48 auf 56 Dollar – begründet mit starken Chancen und guter Umsetzung.

BofA Securities hat das Kursziel für die Aktie der Intel Corporation von 48 US-Dollar auf 56 US-Dollar angehoben. Als Begründung nennt die US-Investmentbank „starke Chancen und gute Umsetzung" beim Halbleiterkonzern. Die Einstufung „Underperform" behält BofA Securities jedoch bei – Intel gilt damit aus Sicht der Analysten weiterhin als schlechter als der Gesamtmarkt.
Die Kurszielerhöhung erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen rund um Intel. So hat der Chiphersteller zuletzt die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen, wie aus Berichten zum Closing Bell vom 23. April 2026 hervorgeht. Gleichzeitig stehen die Aktien unter Druck – ein Spannungsfeld, das Investoren derzeit genau beobachten.
Washingtons Beteiligung und der Wettbewerb mit TSMC
Ein weiterer bedeutender Faktor im Intel-Umfeld ist die Beteiligung der US-Regierung: Washington hält demnach eine Beteiligung von 10 Prozent an Intel. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung des Unternehmens für die amerikanische Halbleiterindustrie und die Bemühungen der USA, die heimische Chipproduktion zu stärken.
Trotz dieser staatlichen Rückendeckung verliert Intel weiter an Boden gegenüber dem taiwanesischen Auftragsfertigungsriesen TSMC. Der Wettbewerb mit TSMC bleibt eine der zentralen Herausforderungen für Intel, das sowohl im Bereich der Chip-Fertigung als auch bei der Entwicklung eigener Prozessoren unter erheblichem Konkurrenzdruck steht.
Bewertung basiert auf gewichtetem Durchschnitt
Die Gesamtbewertung von Intel durch Analysten ergibt sich laut den vorliegenden Informationen aus einem gewichteten Durchschnitt verschiedener Einzelratings. Dabei fließen folgende Kriterien ein:
- Bewertung (Composite)
- EPS-Revisionen (4 Monate)
- Visibilität (Composite)
Dieses mehrdimensionale Bewertungsmodell soll ein möglichst umfassendes Bild der Aktie liefern und kurzfristige Schwankungen bei den Gewinnschätzungen ebenso berücksichtigen wie die längerfristige Planbarkeit der Unternehmensentwicklung.
Für deutsche Privatanleger bleibt die Intel-Aktie damit ein zweischneidiges Schwert: Einerseits signalisiert die Kurszielerhöhung durch BofA Securities ein gewisses Aufwärtspotenzial, andererseits mahnt die beibehaltene „Underperform"-Einstufung zur Vorsicht. Anleger sollten die weitere Entwicklung im Wettbewerb mit TSMC sowie die Auswirkungen der staatlichen US-Beteiligung genau im Blick behalten.
