Börse Tokio startet positiv in die Woche
Gewinnmitnahmen bremsen Anstieg, während Inflationsdaten China belasten

Die Börse in Tokio zeigte zu Beginn der Handelswoche eine positive Tendenz. Der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, stieg um 0,3 Prozent auf 39.195 Punkte. Der breitere Topix-Index legte um 0,4 Prozent zu und erreichte 2738 Zähler. Diese Entwicklung spiegelte die positiven Vorgaben der US-Börsen vom Freitag wider, die durch die Aussicht auf weiter sinkende Zinsen in den USA angetrieben wurden. Trotz der optimistischen Grundstimmung begrenzten Gewinnmitnahmen, insbesondere im Chip-Sektor, die Kursgewinne. So verzeichneten die Aktien des japanischen Chip-Testgeräteherstellers Advantest einen Rückgang von 4,5 Prozent.
Die Situation an den chinesischen Märkten präsentierte sich hingegen weniger erfreulich. Der Shanghai-Index verlor 0,4 Prozent und stand bei 3391 Punkten, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,5 Prozent auf 3953 Zähler fiel. Neue Inflationsdaten trübten die Stimmung. Die auf das Jahr hochgerechnete Inflationsrate stieg lediglich um 0,2 Prozent, was die ohnehin bestehenden Sorgen um die schwächelnde chinesische Wirtschaft verstärkte. Dies könnte den Druck auf die Regierung erhöhen, weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur zu ergreifen.
Am Rohstoffmarkt gab es ebenfalls leichte Bewegungen. Der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent aus der Nordsee erhöhte sich um 0,4 Prozent und lag bei 71,43 Dollar. US-Öl der Sorte WTI notierte 0,5 Prozent fester bei einem Preis von 67,52 Dollar pro Barrel. Die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten wurden von der generellen Marktlage und den Erwartungen an die wirtschaftspolitischen Maßnahmen in den USA und China beeinflusst.
Die gegensätzliche Entwicklung der Märkte in Japan und China verdeutlicht die unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in beiden Ländern. Während in Japan die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik für Zuversicht sorgt, belasten die wirtschaftlichen Schwächen in China die Investorenstimmung. Die Entwicklungen an den Aktienmärkten und Rohstoffmärkten bleiben somit stark von globalen politischen und wirtschaftlichen Einflüssen geprägt.
