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BMW will Mini neu aufstellen

Mit Werksneubau in China und Produktion des Countryman in Deutschland plant der Konzern die Offensive

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BMW will Mini neu aufstellen

Der BMW-Konzern setzt auf einen Neustart seiner Kleinwagentochter Mini und weitet seine Produktionsstätten aus. Mit der Eröffnung der Fertigung des Mini-Modells „Countryman“ im BMW-Werk in Leipzig ist erstmals ein Mini-Modell in Deutschland produziert worden. Im kommenden Jahr soll eine weitere Produktionsstätte in China folgen, während das Stammwerk in Oxford, England, modernisiert wird. Trotz des Wachstums und der positiven Entwicklungen bleibt Mini eine Herausforderung für BMW.

Die Marke Mini, die im Jahr 2001 von BMW übernommen wurde, konnte in der Vergangenheit trotz hoher Sympathiewerte oft keinen Gewinn erzielen. Versuche, durch diverse Modellexperimente den Absatz zu steigern, führten vorrangig zu erhöhtem Aufwand und Komplexität. Jedoch zeigte die jüngste Reduzierung der Modellpalette Erfolg: Obwohl die Verkaufszahlen 2022 unter denen vor der Pandemie lagen, arbeitet Mini wieder profitabel.

Ein weiteres Hindernis für Mini war der Brexit, der das Stammwerk in Oxford in seiner Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigte. Trotz anfänglicher Drohungen von BMW, nicht weiter in Großbritannien zu investieren, kam es zu einer positiven Wendung mit umfangreichen Zugeständnissen der britischen Regierung, was zu einer Investition von 700 Millionen Euro in Oxford führte.

Ein wichtiger Aspekt für die Zukunft von Mini ist der geplante komplette Umstieg auf Elektroantriebe bis 2030. Derzeit haben nur 15 Prozent der verkauften Minis einen Elektroantrieb. Der neue „Countryman“, der in Leipzig produziert wird, wird sowohl als Verbrenner als auch mit Elektroantrieb angeboten. Die gemeinsame Produktion mit BMW-Modellen im Leipziger Werk ermöglicht Kosteneinsparungen und eine bessere Auslastung der Fertigungskapazitäten.

Ein weiterer strategischer Schritt von BMW für Mini ist die Partnerschaft mit dem chinesischen Autohersteller Great Wall. Das Joint Venture soll die Produktion des Kleinwagens „Ora Cat“ von Great Wall und des neu entwickelten „Aceman“ von Mini in China umfassen. Dies soll Mini ermöglichen, vor allem auf dem asiatischen Markt zu wachsen.

Jedoch birgt das Joint Venture mit Great Wall auch geopolitische Risiken, insbesondere im Hinblick auf mögliche Strafzölle der EU auf chinesische Autoimporte. Dennoch bleibt Mini ein wichtiger Bestandteil des BMW-Konzerns und soll im Gegensatz zu Mercedes' Smart-Marke, die in ein Joint Venture mit Geely integriert wurde, unter der Kontrolle von BMW bleiben.

Insgesamt steht BMW mit der Marke Mini vor der Herausforderung, in einem hart umkämpften Markt mit starken chinesischen Konkurrenten zu bestehen und die Marke profitabel zu halten.

BMWMiniAuto & MobilitätDeutschland

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