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BMW startet umfangreichen Rückruf in China

1,36 Millionen Fahrzeuge wegen defekter Takata-Airbags betroffen

2 Min
BMW startet umfangreichen Rückruf in China

Der deutsche Automobilhersteller BMW hat angekündigt, in China insgesamt rund 1,36 Millionen Fahrzeuge zurückzurufen. Diese Maßnahme betrifft sowohl lokal produzierte als auch importierte Modelle, die zwischen 2003 und 2017 gefertigt wurden. Die chinesische Regulierungsbehörde SAMR teilte am Freitag mit, dass bei den betroffenen Fahrzeugen potenzielle Risiken in Verbindung mit Airbags des ehemaligen japanischen Herstellers Takata festgestellt wurden. Der Rückruf ist ab sofort in Kraft und umfasst verschiedene Fahrzeugmodelle, bei denen möglicherweise fehlerhafte Airbags verbaut wurden.

Konkret sollen 598.496 Fahrzeuge, die von BMW Brilliance Automotive, einem Joint Venture im Nordosten Chinas, hergestellt wurden, zur Überprüfung in die Werkstätten zurückgerufen werden. Darüber hinaus betrifft der Rückruf 759.448 importierte Fahrzeuge, die von BMW China Automobile Trading in den chinesischen Markt gebracht wurden. Bei den betroffenen Fahrzeugen soll der Airbag auf der Fahrerseite nach einer Inspektion kostenlos ersetzt werden, sofern Mängel festgestellt werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, potenzielle Sicherheitsrisiken, die durch die fehlerhaften Airbags entstehen könnten, zu beseitigen.

Die fehlerhaften Airbags stammen von dem mittlerweile insolventen japanischen Unternehmen Takata, dessen Airbags in der Vergangenheit weltweit immer wieder für Rückrufe gesorgt haben. Ein bekanntes Problem bei den Takata-Airbags ist die mögliche Fehlfunktion der Airbag-Aufblasvorrichtungen, die in einigen Fällen explodieren könnten. Dieser Defekt kann zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod der Fahrzeuginsassen führen. Aus diesem Grund hat die chinesische Regulierungsbehörde beschlossen, den Rückruf in diesem Umfang anzuordnen.

In den Vereinigten Staaten hatte BMW bereits kürzlich 394.000 Fahrzeuge wegen ähnlicher Probleme mit den Takata-Airbags zurückgerufen. Auch dort waren die fehlerhaften Airbag-Aufblasvorrichtungen der Grund für die Rückrufaktion, wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA im Juli mitteilte. Der aktuelle Rückruf in China zeigt, dass das Problem mit den Takata-Airbags weiterhin weltweit Auswirkungen auf die Automobilindustrie hat. Eine Stellungnahme von BMW in China war zunächst nicht erhältlich, doch zeigt sich, dass das Unternehmen auf die Bedenken der chinesischen Behörden reagiert und Maßnahmen zur Behebung der Mängel eingeleitet hat.

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