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BMW plant Serienproduktion von Brennstoffzellenautos ab 2028

Partnerschaft mit Toyota soll Kosten und Reichweite verbessern

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BMW plant Serienproduktion von Brennstoffzellenautos ab 2028

Der Münchener Automobilhersteller BMW hat angekündigt, ab 2028 Fahrzeuge mit Brennstoffzellentechnologie in Serienproduktion zu bringen. Diese Ankündigung wurde gemeinsam von BMW-Chef Oliver Zipse und Toyota-Chef Koji Sato in München gemacht. Die beiden Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, die Kosten für die Brennstoffzellentechnologie bis zum Produktionsstart um die Hälfte zu reduzieren und gleichzeitig die Reichweite des Antriebs um 20 Prozent zu erhöhen. Zipse bezeichnete das Projekt als einen „Meilenstein in der Automobilgeschichte“, der eine „Ära mit erheblicher Nachfrage nach Brennstoffzell-Elektrofahrzeugen einläuten“ werde.

In den vergangenen Jahren hatte BMW bereits mehrfach angekündigt, die Brennstoffzelle in Serie zu bringen, jedoch ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Derzeit ist BMW der einzige europäische Automobilhersteller, der ernsthaft auf Wasserstoff setzt. Die Konkurrenz, insbesondere Mercedes und Volkswagen, haben ihre Brennstoffzellenpläne zurückgestellt und konzentrieren sich auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. Lediglich Daimler und Volvo planen, die Brennstoffzellentechnologie für große Nutzfahrzeuge einzusetzen, bevorzugen jedoch für kürzere Distanzen batteriebetriebene Lösungen.

BMW verfolgt einen anderen Ansatz und sieht die Brennstoffzelle als ergänzendes Standbein zur Batterieelektrik. Michael Rath, Leiter der Wasserstofffahrzeuge bei BMW, erklärte, dass Batterieantriebe und Wasserstofftechnologie sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich ergänzen. Das Unternehmen testet derzeit eine Flotte von 100 Brennstoffzellenfahrzeugen, darunter Geländewagen vom Typ X5, die bereits in zwanzig Ländern unterwegs waren. Rath äußerte sich optimistisch hinsichtlich des zukünftigen Interesses an Wasserstofffahrzeugen und betonte, dass Wasserstoff eine bedeutende Rolle im Verkehr der Zukunft spielen werde.

Toyota, der federführende Partner bei der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie, bringt seit 2014 das Modell Mirai auf den Markt. Trotz der langen Entwicklungszeit und des bescheidenen Erfolgs des Mirai sieht Toyota große Fortschritte durch die Zusammenarbeit mit BMW. Derzeit gibt es weltweit etwa 1000 Wasserstofftankstellen, aber diese Zahl soll erheblich steigen, insbesondere in Europa, wo bis 2030 rund 400 neue Tankstellen geplant sind.

BMW plant, die Brennstoffzellen-Technologie in künftigen Modellreihen einzuführen. Ab Ende 2025 soll die „Neue Klasse“ auf den Markt kommen, die auf batterieelektrische Antriebe ausgelegt ist, jedoch auch Brennstoffzellen integrieren könnte. Zudem wird erwartet, dass die großen SUV-Modelle der X-Serie ab 2027 neu aufgelegt werden und möglicherweise ebenfalls mit Brennstoffzellen ausgestattet werden.

Obwohl BMW optimistisch ist, bleibt die Skepsis in der deutschen Automobilindustrie groß. Die bisherigen Versuche mit Wasserstofffahrzeugen von Mercedes und BMW führten nicht zu nennenswerten Marktanteilen. Beide Unternehmen hatten in der Vergangenheit kleinere Serien von Wasserstofffahrzeugen produziert, doch die mangelnde Effizienz und die unzureichende Infrastruktur für Wasserstofftankstellen führten dazu, dass diese Projekte nicht in größerem Maßstab umgesetzt wurden.

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