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Biontechs Herausforderung 2024: Weniger Umsatz, neue Wege

Vom Impfstoff-Giganten zum Medikamenteninnovator - Die Zukunftspläne von Biontech nach der Pandemie

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Biontechs Herausforderung 2024: Weniger Umsatz, neue Wege

Das Mainzer Unternehmen Biontech, das weltweit für seinen erfolgreichen Corona-Impfstoff bekannt ist, steht vor einer wirtschaftlichen Herausforderung. Laut Firmenchef Ugur Sahin plant Biontech für das Jahr 2024 einen Umsatz von lediglich drei Milliarden Euro. Diese Prognose wurde auf einer Branchenkonferenz in San Francisco verkündet. Doch die eigentliche Nachricht ist, dass das Unternehmen sich auf neue Geschäftsfelder vorbereitet, da die Einnahmen aus den Corona-Impfstoffen allmählich abnehmen.

Sahin betont, dass 2024 das "Jahr der Umsetzung" für Biontech sein soll. Das Unternehmen plant, mindestens zehn potenziell zulassungsrelevante Studien zu starten, um neue Medikamente zu entwickeln. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei die Einführung der ersten Krebsmedikamente im Jahr 2026. Dieser Schritt ist entscheidend, da Biontech bisher seinen gesamten Umsatz mit den Corona-Impfstoffen generiert hat. Allerdings ist die Nachfrage nach diesen Impfstoffen rückläufig, was die Geschäfte des Unternehmens belastet.

Die Auswirkungen des Endes der Corona-Pandemie sind deutlich spürbar. Im dritten Quartal 2023 verzeichnete Biontech einen Umsatz von nur noch 895 Millionen Euro, während es im Vorjahresquartal noch rund 3,46 Milliarden Euro waren. Auch der Gewinn ist von 1,78 Milliarden Euro auf 160,6 Millionen Euro geschrumpft. Bereits im November hatte Biontech den Umsatzausblick für das Gesamtjahr 2023 von fünf auf vier Milliarden Euro gesenkt.

Die Situation bei Biontech spiegelt sich auch bei seinen Partnern wider. Pfizer und Moderna, zwei wichtige Akteure in der Impfstoffentwicklung, haben ebenfalls Verluste verzeichnet. Pfizer schrieb Milliarden auf seine Lagerbestände ab, während Moderna seinen Umsatzausblick für das Jahr 2023 senkte, aber dennoch rund 6,7 Milliarden Dollar Umsatz erzielte.

Biontech plant jedoch nicht nur die Einführung neuer Krebsmedikamente, sondern arbeitet auch an Medikamenten gegen Infektionskrankheiten wie Grippe oder Malaria. Einige dieser Medikamente basieren auf der mRNA-Technologie, die bereits beim Corona-Impfstoff Comirnaty erfolgreich eingesetzt wurde. Gleichzeitig forscht das Unternehmen an Zelltherapien gegen Krebs und Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, um gezielt Tumore zu bekämpfen.

Firmenchef Ugur Sahin betonte, dass Biontech bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung eines globalen Immuntherapie-Unternehmens mache. Die Anzahl der Krebsmittel im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium habe sich im vergangenen Jahr erheblich erhöht, und es laufen derzeit elf klinische Studien zu Krebsmedikamenten in der zweiten oder dritten Phase. Biontech plant außerdem, bis Ende 2025 kommerzielle Kapazitäten aufzubauen, um die Markteinführung seiner Krebsmedikamente in verschiedenen Ländern vorzubereiten.

BiontechFinanzen

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