Bill Ackman plant Doppel-Börsengang für Pershing Square
Milliardär Bill Ackman bringt seinen Hedgefonds und einen neuen Investmentfonds gleichzeitig an die US-Börse.
Bill Ackman, einer der bekanntesten Hedgefonds-Manager der Wall Street, hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Antrag auf Börsengang seiner Investmentgesellschaft Pershing Square eingereicht. Gleichzeitig plant er den IPO eines neuen geschlossenen Investmentfonds namens Pershing Square USA. Das Wall Street Journal hatte bereits im November 2024 über diese ambitionierten Pläne berichtet.
Das angestrebte Gesamtemissionsvolumen beträgt mindestens 5 Milliarden US-Dollar. Davon entfallen bereits 2,8 Milliarden Dollar auf Bruttozusagen aus einer begleitenden Privatplatzierung. Ackman hat dabei eine klare Obergrenze definiert: Die Gesamterlöse aus Börsengang und Privatplatzierung sollen 10 Milliarden Dollar nicht überschreiten.
Aktienpreis und Mindestbeteiligung
Die Aktien des neuen Fonds sollen zu je 50 US-Dollar ausgegeben werden. Interessierte Anleger müssen mindestens 100 Stammaktien erwerben, um an der Emission teilnehmen zu können – das entspricht einem Mindesteinsatz von 5.000 US-Dollar. Die Erlöse sollen gemäß den Anlagezielen und -richtlinien von Pershing Square investiert werden.
Pershing Square Capital Management verwaltet derzeit rund 19 Milliarden US-Dollar, inklusive Fremdkapital. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren von seiner früheren Rolle als aggressiver Aktivisteninvestor verabschiedet. Heute setzt Ackmans Firma auf konzentrierte Beteiligungen an großen börsennotierten Unternehmen.
Londoner Fonds mit gemischter Bilanz
Der bereits an der Londoner Börse notierte Fonds Pershing Square Holdings verzeichnete bis Februar dieses Jahres ein Minus von rund 10 Prozent. Im Jahr 2025 hatte der Fonds noch ein Plus von 21 Prozent erzielt. Diese Schwankungen zeigen die typische Volatilität konzentrierter Investmentstrategien.
Für deutsche Privatanleger ist der Doppel-Börsengang ein bemerkenswertes Ereignis am US-Kapitalmarkt. Geschlossene Investmentfonds – sogenannte Closed-End Funds – sind in den USA ein etabliertes Anlagevehikel, das hierzulande weniger verbreitet ist. Ackman setzt damit auf eine Struktur, die ihm langfristiges Kapital ohne Rückgabedruck sichert.
