ANZEIGE

Bessent gilt als Favorit für Trumps „KI-Zar“-Posten

US-Finanzminister Scott Bessent ist Favorit für Trumps neuen KI-Zar-Posten.

2 Min
Bessent gilt als Favorit für Trumps „KI-Zar“-Posten

US-Finanzminister Scott Bessent gilt als einer der führenden Kandidaten für die neu geschaffene Position des „KI-Zaren“ unter Präsident Donald Trump. Das berichtet das US-Medium Semafor vom Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Entscheidung Trumps ist demnach noch nicht gefallen, und der Präsident neigt bekanntermaßen zu Überraschungskandidaten.

Bessent hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend in die KI-Politik der Trump-Regierung eingeschaltet. Sollte er den Posten erhalten, würde seine Kabinettsposition als Finanzminister ihn nicht daran hindern, die zusätzliche Rolle zu übernehmen. Innenminister Doug Burgum dient derzeit bereits gleichzeitig als Energie-Czar – ein Präzedenzfall, der eine Doppelfunktion Bessents möglich macht.

Bessents wachsende Rolle in der KI-Politik

Der Finanzminister hat eine zentrale Position in der KI-Politikgestaltung der Regierung eingenommen. Erst in dieser Woche führte Bessent am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen Gespräche mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng. Hintergrund war das bevorstehende Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.

Bei den Gesprächen zwischen Bessent und He ging es um einen möglichen US-chinesischen Benachrichtigungsmechanismus. Dieser soll die Kommunikation über KI-Vorfälle ermöglichen, die nationale Sicherheitsbedrohungen darstellen. Bessent bezeichnete die Gespräche als Teil der Bemühungen, einen formellen Dialog zwischen den USA und China über Künstliche Intelligenz zu etablieren.

Laut Semafor wurde Bessent bereits früher in diesem Jahr aktiver in der KI-Politik. Finanzinstitute hatten ihm mitgeteilt, dass fortschrittliche KI-Systeme Schwachstellen in ihren Infrastrukturen verursachen könnten. Diese Warnungen veranlassten den Finanzminister offenbar dazu, sich intensiver mit dem Thema zu befassen.

Bessent äußert sich zur KI-Zar-Position

Gegenüber CNBC äußerte sich Bessent Anfang dieser Woche zu den Plänen des Präsidenten: „Als Präsident Trump über die Ernennung eines KI-Czars sprach, denke ich, geht es darum, diesen Fragen Kontext, Form und Umrisse zu geben, und sie sind sehr wichtig.“ Er fügte hinzu, dass Menschen letztendlich dafür verantwortlich sind, was KI tut.

Die Aussage unterstreicht Bessents grundsätzliches Verständnis der Rolle: Es geht ihm nicht um technische Detailsteuerung, sondern um die strategische Einordnung und Gestaltung der KI-Politik. Die Verantwortung für die Folgen von KI-Anwendungen sieht er klar beim Menschen.

Weitere Kandidaten für den KI-Zar-Posten

Neben Bessent gibt es weitere Kandidaten für die Position. Michael Kratsios, Direktor des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik im Weißen Haus, gilt als langjähriger Verbündeter Trumps in Technologiefragen. Auch Scott Kupor, Direktor des Büros für Personalverwaltung (OPM), der von der Risikokapitalfirma a16z in die Regierung wechselte, wird als möglicher Kandidat gehandelt.

Die Schaffung der KI-Zar-Position zeigt, welchen Stellenwert das Thema Künstliche Intelligenz für die Trump-Regierung hat. Mit der Ernennung will der Präsident offenbar eine zentrale Ansprechperson für alle KI-bezogenen Fragen etablieren – ähnlich wie bei der Energiepolitik mit Doug Burgum.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, da die US-KI-Politik erhebliche Auswirkungen auf globale Technologiemärkte haben dürfte. Eine stärkere Regulierung oder aber eine bewusste Förderung von KI-Innovationen in den USA könnte die Wettbewerbsbedingungen für europäische Technologieunternehmen maßgeblich beeinflussen. Die Entscheidung über den KI-Zar wird daher auch an den deutschen Börsen mit Spannung erwartet.

Scott BessentKi-ZarTrumpKi-PolitikUSAKünstliche IntelligenzFinanzministerChina

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  3. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  4. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  5. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?

Disclaimer