Berkshire Hathaway steigert Betriebsgewinn im ersten Quartal um 18 Prozent
Warren Buffetts Mischkonzern überzeugt mit starken Zahlen – alle Geschäftsbereiche legen zu, Versicherung führt das Wachstum an.

Berkshire Hathaway hat für das erste Quartal 2025 einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses gemeldet. Der in Omaha, Nebraska, ansässige Mischkonzern steigerte seinen Betriebsgewinn um 18 Prozent auf 11,35 Milliarden US-Dollar, nach 9,64 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Alle Geschäftsbereiche trugen zu diesem Wachstum bei.
Besonders stark entwickelte sich das Versicherungsgeschäft, das als wichtigster Wachstumstreiber des Quartals gilt. Berkshire Hathaway betreibt mit GEICO eine der größten Kfz-Versicherungen der USA und ist darüber hinaus in der Rückversicherung aktiv. Verbesserte versicherungstechnische Ergebnisse – also ein günstigeres Verhältnis von Prämieneinnahmen zu ausgezahlten Schäden – sorgten für den entscheidenden Schub.
Nettogewinn mehr als verdoppelt
Noch beeindruckender fiel der Nettogewinn aus, der sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelte. Er stieg auf 10,1 Milliarden US-Dollar, gegenüber 4,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Auf Ebene der Klasse-A-Aktie entspricht das einem Gewinn von 7.027 US-Dollar pro Anteilsschein. Der Nettogewinn umfasst bei Berkshire auch realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aus dem umfangreichen Aktienportfolio des Unternehmens, was zu erheblichen Schwankungen von Quartal zu Quartal führen kann.
Berkshire Hathaway ist für seine breit diversifizierte Unternehmensstruktur bekannt. Der Konzern hält neben dem Versicherungsgeschäft Beteiligungen in den Bereichen Eisenbahn, Energie, Einzelhandel und Fertigung. Hinzu kommt ein milliardenschweres Aktienportfolio mit Beteiligungen an Unternehmen wie Apple, Bank of America und Coca-Cola. Diese Diversifikation macht Berkshire zu einem der stabilsten Großkonzerne der Welt.
Erste Aktienrückkäufe seit Mai 2024
Ein weiteres Signal an die Investoren: Berkshire kaufte im ersten Quartal eigene Aktien im Wert von 234 Millionen US-Dollar zurück. Dies sind die ersten Aktienrückkäufe seit Mai 2024 und deuten darauf hin, dass das Management die eigene Aktie als attraktiv bewertet. Aktienrückkäufe gelten als klassisches Instrument, um Aktionäre am Unternehmenserfolg zu beteiligen und den Wert je Aktie zu steigern.
Für deutsche Anleger ist Berkshire Hathaway vor allem als Langzeitinvestment bekannt, das seit Jahrzehnten mit dem Namen Warren Buffett verbunden ist. Die Aktie der Klasse A gehört zu den teuersten Einzelaktien der Welt und ist an der New Yorker Börse notiert. Günstigere Klasse-B-Aktien ermöglichen auch Privatanlegern mit kleinerem Budget eine Beteiligung am Konglomerat. Die starken Quartalszahlen unterstreichen die anhaltende operative Stärke des Unternehmens.
