Bank of America kürt zehn US-Aktienfavoriten für Q2 2025
Die US-Großbank veröffentlicht ihre vierteljährliche Kurzfrist-Empfehlungsliste – trotz turbulenter Märkte und geopolitischer Unsicherheiten.

Die Bank of America (BofA) hat ihre zehn Top-Aktienempfehlungen für das zweite Quartal 2025 vorgestellt. Die Liste konzentriert sich auf US-Titel, die in den kommenden Monaten von spezifischen Markt- und Unternehmenskatalysatoren profitieren dürften. Die Empfehlungen erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem viele Anleger angesichts eines schwächelnden S&P 500 nach Orientierung suchen.
Auf der Favoritenliste der BofA stehen: Amer Sports, Boot Barn Holdings, Citigroup, ITT Inc, MongoDB, Meta Platforms, RTX Corp, Spotify, Thermo Fisher Scientific und Welltower. Die Auswahl umfasst damit ein breites Spektrum – von Technologie- und Medientiteln über Finanzwerte bis hin zu Gesundheits- und Immobilienunternehmen. Für deutsche Anleger sind vor allem Meta Platforms und Spotify als bekannte Konsummarken relevant.
Marktstimmung und Strategie
Chef-Anlagestratege Michael Hartnett warnte, dass ein S&P 500 unter 6.600 Punkten politische Bedenken auslöse. Allerdings zeigen die hauseigenen Handelsindikatoren der BofA noch keine Anzeichen für eine Bullen-Kapitulation oder Makro-Panik – Signale, die antizyklische Investoren typischerweise als Kaufgelegenheit interpretieren würden.
BofA-Strategin Savita Subramanian analysierte zudem, ob Anleger bei geopolitisch bedingten Kursrücksetzern einsteigen sollten. Historische Daten zeigen: Der S&P 500 fällt bei solchen Ereignissen in der Regel um rund 10%, erholt sich jedoch meist innerhalb von drei Monaten. Die Bank empfiehlt deshalb einen selektiven Ansatz mit Fokus auf Large-Cap-Value-Aktien.
Die Märkte legten am letzten Handelstag des ersten Quartals zu, nachdem Berichte auf eine mögliche Annäherung im Iran-Konflikt hindeuteten. Diese geopolitische Entspannung stützte die Risikobereitschaft der Investoren kurzfristig. Die BofA wird ihre Empfehlungsliste jeweils zum Quartalsbeginn aktualisieren und die Performance-Ergebnisse vierteljährlich veröffentlichen.
