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Ausländer kauften im April US-Wertpapiere für 103 Milliarden Dollar

Das US-Finanzministerium meldet starke ausländische Nachfrage nach US-Wertpapieren – Gesamtbestände an Staatsanleihen steigen auf 9,353 Billionen Dollar.

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Ausländer kauften im April US-Wertpapiere für 103 Milliarden Dollar

Ausländische Investoren haben im April langfristige US-Wertpapiere im geschätzten Wert von 103 Milliarden Dollar erworben. Gleichzeitig stockten sie ihre Bestände an US-Staatsanleihen um 4 Milliarden Dollar auf. Das geht aus dem monatlichen Bericht zu den internationalen Kapitalströmen (Treasury International Capital, TIC) hervor, den das US-Finanzministerium am Donnerstag veröffentlichte.

Die Gesamtsumme aller ausländischen Nettoerwerbe im April belief sich auf einen Netto-Kapitalzufluss von 26,1 Milliarden Dollar. Davon entfielen 23,1 Milliarden Dollar auf private Netto-Abflüsse aus dem Ausland und 49,2 Milliarden Dollar auf offizielle Netto-Zuflüsse aus dem Ausland. Bei den langfristigen US-Wertpapieren lagen die Nettokäufe insgesamt bei 206 Milliarden Dollar.

Größte Gläubiger im Überblick

Unter den größten ausländischen Haltern von US-Staatsanleihen baute Japan seine Position weiter aus. Das Land erhöhte seine Bestände von 1,19 Billionen Dollar im März auf 1,21 Billionen Dollar im April und bleibt damit der größte ausländische Gläubiger der USA. Auch das Vereinigte Königreich stockte seine Bestände auf – von 927 Milliarden Dollar im Februar auf 938 Milliarden Dollar.

China hingegen reduzierte seine Bestände leicht: Sie sanken von 652 Milliarden Dollar auf 651 Milliarden Dollar. Damit setzt sich ein Trend fort, den Marktbeobachter seit Längerem verfolgen. Der Rückgang ist jedoch marginal und verändert die grundsätzliche Positionierung Chinas als bedeutender Halter amerikanischer Staatsschulden kaum.

Der Anstieg der Treasury-Bestände führte zu gesamten ausländischen Beständen in Höhe von 9,353 Billionen Dollar. Dieses Niveau liegt über dem Wert vom März, jedoch noch unter dem im Februar erreichten Rekordwert von 9,49 Billionen Dollar.

Marktkontext: Fed, Inflation und KI-Boom

Der TIC-Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren die ausländische Nachfrage nach US-Schuldtiteln besonders aufmerksam beobachten. Hintergrund ist der anhaltende Kampf der US-Notenbank Federal Reserve gegen die Inflation sowie ein boomender Bullenmarkt bei KI-bezogenen Aktien. Beide Faktoren beeinflussen die Attraktivität von US-Anlagen für internationale Investoren.

Am selben Donnerstag stieß eine US-Auktion von fünfjährigen inflationsgeschützten Staatsanleihen (TIPS) auf gute Resonanz. Dies spiegelt laut Marktbeobachtern teilweise den Anstieg der inflationsbereinigten Realzinsen am TIPS-Markt in den vergangenen Wochen wider. Höhere Realzinsen machen diese Anleihen für Investoren attraktiver, da sie einen besseren Schutz vor Kaufkraftverlust bieten.

Bei den Nettokäufen langfristiger US-Wertpapiere entfielen 164,4 Milliarden Dollar auf private ausländische Investoren, während ausländische offizielle Institutionen – also etwa Zentralbanken und staatliche Fonds – Nettokäufe von 41,6 Milliarden Dollar tätigten. Die starke Beteiligung beider Gruppen unterstreicht das anhaltende internationale Vertrauen in den US-Kapitalmarkt.

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