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ASML mit Rekordaufträgen: KI-Boom treibt Chipausrüster an

Der niederländische Halbleiterausrüster ASML übertrifft mit seinen Auftragseingängen die Erwartungen deutlich. Die Umsatzprognose für 2026 liegt über den Analystenschätzungen, angetrieben durch die anhaltend starke KI-Nachfrage.

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ASML mit Rekordaufträgen: KI-Boom treibt Chipausrüster an

ASML hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen und zeigt sich optimistisch für die kommenden Jahre. Der niederländische Konzern, der die Maschinen für die Herstellung modernster Computerchips produziert, profitiert weiterhin massiv vom Boom rund um Künstliche Intelligenz.

Prognose übertrifft Erwartungen

Für das laufende Quartal rechnet ASML mit einem Nettoumsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert ist die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026: Das Unternehmen erwartet Erlöse zwischen 34 und 39 Milliarden Euro. Der Mittelwert dieser Spanne liegt deutlich über den Analystenschätzungen von 35,1 Milliarden Euro. Diese Prognose stellt eine Verbesserung gegenüber früheren Aussagen dar, wonach der Umsatz 2026 lediglich das Niveau von 2025 halten sollte.

Aktienrückkauf im Milliardenwert

Zusätzlich kündigte ASML ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm an. Bis zum 31. Dezember 2028 sollen eigene Aktien im Wert von 12 Milliarden Euro zurückgekauft werden. Die ASML-Aktie hat allein in diesem Jahr bereits knapp 30 Prozent an Wert gewonnen und profitiert damit direkt vom KI-Infrastruktur-Boom.

KI-Nachfrage als Wachstumstreiber

Die starke Entwicklung von ASML ist eng mit dem globalen KI-Boom verknüpft. Großkunden wie Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) meldeten zuletzt Rekordgewinne. TSMC fertigt Chips für Technologiegiganten wie Nvidia und AMD und ist einer der wichtigsten Abnehmer von ASML-Maschinen. Der weltgrößte Auftragsfertiger von Halbleitern verzeichnete im vierten Quartal erneut einen Gewinnrekord.

Speicherchip-Engpass treibt Investitionen

Parallel zur KI-Nachfrage sorgt ein Mangel an Speicherhalbleitern für zusätzlichen Rückenwind. Die Preise für diese Komponenten steigen auf beispiellose Höhen. Experten erwarten, dass dieser Engpass bis 2027 anhalten wird. Analysten prognostizieren, dass große Speicherhersteller wie Samsung und SK Hynix ihre Produktionskapazitäten in den kommenden ein bis zwei Jahren deutlich ausbauen werden. Barclays erwartet beispielsweise, dass SK Hynix 2026 allein zwölf der hochmodernen Extreme-Ultraviolet-Lithographie-Maschinen von ASML abnehmen wird.

Optimismus bei Kunden wächst

Der Finanzvorstand von ASML berichtete, dass die Kunden "positiver in ihrer Einschätzung der mittelfristigen Marktaussichten" seien. Diese verbesserte Stimmung spiegelt sich in den hohen Auftragseingängen wider, die die Erwartungen bei Weitem übertrafen.

China-Geschäft rückläufig

Einen Dämpfer gibt es beim China-Geschäft. Aufgrund von Exportbeschränkungen darf ASML seine fortschrittlichsten Maschinen nicht nach China liefern. Das Unternehmen erwartet, dass der China-Umsatz 2026 auf 20 Prozent des Gesamtumsatzes sinken wird. Im vergangenen Jahr entfielen noch 33 Prozent der Netto-Systemumsätze auf das Reich der Mitte. ASML hatte bereits angekündigt, dass die Erlöse in China 2026 im Vergleich zu 2024 und 2025 deutlich zurückgehen werden.

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