ASM International schlägt Gewinnerwartungen im vierten Quartal 2025
Der niederländische Halbleiter-Ausrüster übertrifft mit 166,1 Millionen Euro Nettogewinn die Analystenprognosen deutlich.

ASM International hat im vierten Quartal 2025 einen Nettogewinn von 166,1 Millionen Euro erzielt und damit die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Experten hatten laut Daten von Visible Alpha lediglich 141,2 Millionen Euro prognostiziert. Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahreswert von 225,8 Millionen Euro wertet der Markt das Ergebnis als positives Signal.
Als Treiber des soliden Abschneidens gelten eine erstarkte Nachfrage sowie eine Erholung der Aufträge aus China. Chinesische Kunden hatten in den vergangenen Quartalen aufgrund von Exportbeschränkungen und geopolitischen Unsicherheiten zurückhaltender bestellt. Die Rückkehr dieser Nachfrage stützt die Umsatzentwicklung des niederländischen Unternehmens spürbar.
Bruttomarge knapp unter Vorjahresniveau
Besonders im Fokus der Halbleiterbranche steht das Bruttoergebnis, das sich auf 347,7 Millionen Euro belief. Die daraus resultierende Bruttomarge von 49,8 Prozent lag leicht unter dem Vorjahreswert von 50,3 Prozent. Analysten hatten hier ein Bruttoergebnis von 338,5 Millionen Euro erwartet – ASM International übertraf auch diese Schätzung.
Im Vergleich zum vierten Quartal 2024 fiel das Bruttoergebnis allerdings von 407,2 Millionen Euro spürbar zurück. Dieser Rückgang spiegelt die anhaltend herausfordernde Lage in der Halbleiterindustrie wider, die mit schwankender Nachfrage und Investitionszyklen kämpft. Für Anleger bleibt entscheidend, dass das Unternehmen die Erwartungen trotzdem deutlich übertraf.
ASM International zählt zu den führenden europäischen Zulieferern von Produktionsanlagen für die Halbleiterfertigung. Das Unternehmen beliefert weltweit Chiphersteller mit Anlagen für die Abscheidung dünner Schichten – ein zentraler Prozess bei der Herstellung moderner Mikrochips. Mit Sitz in Almere, Niederlande, ist ASM International an der Euronext Amsterdam notiert und gilt als Barometer für den globalen Halbleiter-Investitionszyklus.
