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Asiens Märkte unter Druck

Schwache Konjunkturdaten aus China verunsichern Anleger und treiben Verkäufe an

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Asiens Märkte unter Druck

Schwache chinesische Konjunkturdaten belasten die Börsen in Asien erheblich. Der chinesische Verbraucherpreisindex fiel im Mai nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat und blieb damit hinter den Prognosen zurück. Dies dämpfte die Stimmung der Anleger und führte zu einer unsicheren Marktlage.

In Shanghai blieb der Börsenindex nahezu unverändert bei 3026,73 Punkten, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 3536,74 Punkte sank. Der Hang-Seng-Index in Hongkong weitete seine Verluste aus und fiel um 1,2 Prozent, belastet durch einen 27-prozentigen Kursrutsch der China Evergrande New Energy Vehicle Group. Diese Tochter des verschuldeten Immobilienentwicklers China Evergrande hatte zuvor vor einem Verlust von Vermögenswerten gewarnt, was das Vertrauen der Anleger weiter erschütterte.

Auch in Tokio zeigten sich die Börsen schwach. Der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, gab um 0,8 Prozent auf 38.826,33 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix fiel ebenfalls um 0,8 Prozent auf 2753,18 Punkte. Besonders betroffen waren Technologiewerte, die in den USA zuvor die Indizes nach oben getrieben hatten. Der Mutterkonzern der Modemarke Uniqlo, Fast Retailing, verlor 2,52 Prozent und war damit der stärkste Belastungsfaktor für den Nikkei. Auch die Aktien der Personalvermittlung Recruit Holdings und des Chipherstellers Tokyo Electron gaben nach.

Die Marktteilnehmer warteten zudem gespannt auf wichtige US-Inflationsdaten und eine aktualisierte Zinsprognose der US-Notenbank, die im Laufe des Tages erwartet wurden. Diese Unsicherheit führte zu einer defensiven Haltung der Anleger. Chris Weston vom Finanzdienstleister Pepperstone erklärte, dass der Markt in den vollen Risikomanagementmodus gegangen sei und keine starken Gründe gesehen würden, um in der aktuellen Schwäche zu investieren. Weitere Verkäufe seien daher nicht ausgeschlossen.

Insgesamt zeigte sich, dass die schwachen Konjunkturdaten aus China die asiatischen Märkte stark beeinflussten. Die Zurückhaltung der Investoren wurde durch die bevorstehenden wichtigen Wirtschaftsdaten aus den USA noch verstärkt. Der Markt reagierte empfindlich auf jede neue Information, die Hinweise auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung geben könnte.

Börse

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