Asiens Börsen schwächeln vor US-Arbeitsmarktdaten
Anleger verunsichert durch fallende Halbleiterwerte und bevorstehende Zinsspekulationen der US-Notenbank

Die asiatischen Aktienmärkte starteten am Donnerstag mit Verlusten. Der japanische Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, verzeichnete einen Rückgang von 0,3 Prozent und schloss bei 36.917,44 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index konnte dagegen ein leichtes Plus von 0,4 Prozent verzeichnen und schloss bei 2643,83 Punkten. Besonders betroffen waren die Aktien großer japanischer Chipkonzerne. So fielen die Aktien von Tokyo Electron um 2,5 Prozent, während Advantest einen Verlust von 2,1 Prozent hinnehmen musste. Im Gegensatz dazu konnten sich die Aktien von Nippon Steel positiv entwickeln, da Berichte über ein mögliches Blockieren des 15-Milliarden-Dollar-Angebots des Unternehmens für den US-Konkurrenten US Steel durch die US-Regierung die Kurse antrieben.
Die Börse in Shanghai blieb hingegen weitgehend stabil. Der Shanghai Composite Index notierte nahezu unverändert bei 2786,56 Punkten, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen mit 3253,60 Punkten stagnierte. Trotz der allgemeinen Zurückhaltung der Anleger zeigten sich hier keine nennenswerten Bewegungen, was auf die Unsicherheit und das Warten auf die US-Arbeitsmarktdaten zurückzuführen war.
Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für August gilt als das zentrale Ereignis der Woche. Anleger erhoffen sich von diesen Daten Hinweise darauf, wie sich die Wirtschaft der USA weiterentwickeln wird und ob die US-Notenbank ihre Zinspolitik entsprechend anpassen könnte. Eine Zinssenkung um einen viertel oder sogar einen halben Prozentpunkt wird von einigen Marktbeobachtern als möglich erachtet. Charu Chanana, Leiter der Devisenstrategie bei Saxo, bemerkte, dass die Erwartung einer größeren Zinssenkung den Dollar gegenüber dem Yen anfällig für Kursverluste mache. Dies könnte sich auf die Märkte weiter auswirken, insbesondere auf die asiatischen Börsen, die stark von den Entwicklungen in den USA beeinflusst werden.
