Asien-Börsen starten schwach in die Woche
US-Arbeitsmarktdaten und politische Risiken belasten die Märkte trotz starker Exportzahlen aus China

Die Börsen in Asien begannen die neue Woche mit Kursverlusten, trotz überraschend positiver Exportdaten aus China. Besonders die Börse in Shanghai und der Index der größten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gaben am Montag jeweils 0,3 Prozent nach. Die starken Arbeitsmarktdaten aus den USA für Dezember hatten die Märkte in China belastet. Der Index in Shanghai sank auf 3160 Punkte, während der Shenzhen-Index bei 3722 Punkten notierte. In Tokio blieb die Börse aufgrund eines Feiertags geschlossen.
Die besseren US-Arbeitsmarktzahlen für Dezember führten zu einer neuen Unsicherheit über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Ökonomen der Bank of America gaben zu verstehen, dass sie nicht mehr mit weiteren Zinssenkungen rechnen. Dies verstärkte die Besorgnis über eine mögliche Straffung der US-Geldpolitik, was die Märkte weltweit unter Druck setzte.
Trotz der positiven Entwicklung im Außenhandel Chinas konnte die Börse in der Volksrepublik nicht von den Exportdaten profitieren. Die Exporte stiegen im Dezember überraschend um 10,7 Prozent, während die Importe lediglich um ein Prozent zunahmen. Diese Zahlen lagen über den Markterwartungen, doch die Anleger in China blieben weiterhin von den wirtschaftlichen Unsicherheiten und politischen Risiken betroffen. Die drohenden Handelsrisiken, die mit der kommenden US-Regierung unter Präsident Donald Trump verbunden sind, wiegen schwer auf den Märkten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Analysten der US-Großbank JP Morgan warnen, dass sich der Abwärtstrend an den Märkten in China bis zum Amtsantritt von Donald Trump am 20. Januar noch verschärfen könnte. Die Anleger warten nun auf weitere Wirtschaftsdaten aus China, insbesondere auf die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts, der Einzelhandelsumsätze und der Industrieproduktion, die am kommenden Freitag erwartet werden. Die Marktteilnehmer hoffen auf positive Impulse, um die Unsicherheit zu überwinden und wieder Vertrauen in die chinesische Wirtschaft zu fassen.
