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Asien-Börsen ohne klare Richtung

US-Konjunkturdaten und China-Sorgen prägen das Marktgeschehen

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Asien-Börsen ohne klare Richtung

Die Aktienmärkte in Asien bewegten sich am Dienstag weitgehend seitwärts. Obwohl die Märkte anfängliche Verluste ausgleichen konnten, herrschte weiterhin Unsicherheit über die Entwicklung der US-Konjunktur. Die Anleger warten auf frische Wirtschaftsdaten aus den USA. Diese könnten Aufschluss darüber geben, wie die US-Notenbank in der kommenden Woche ihre Zinspolitik gestalten wird. Der Nikkei-Index in Tokio blieb mit 36.244 Punkten nahezu unverändert, während der breiter gefasste Topix um 0,3 Prozent auf 2589 Punkte zulegte. Technologiewerte spielten dabei eine führende Rolle, mit Tokyo Electron, das um 2,9 Prozent anstieg und somit den Nikkei positiv beeinflusste.

Fumio Matsumoto, Chefstratege bei Okasan Securities, erklärte, dass die Erholung nach den Verlusten der vergangenen Tage zwar spürbar sei, jedoch noch viele Unsicherheiten bestünden. Die Aussichten für die US-Wirtschaft seien dabei von zentraler Bedeutung. Neben Tokyo Electron legten auch andere Technologiewerte zu. So verzeichnete Softbank einen Anstieg um knapp ein Prozent, während der Chiptest-Ausrüster Advantest um 0,4 Prozent zulegte. Dennoch äußerte Shigetoshi Kamada von Tachibana Securities, dass erst bei einem Anstieg des Nikkei auf 39.000 Punkte von einer vollständigen Markterholung gesprochen werden könne.

In China hingegen blieb die Stimmung verhalten. Die Börse in Shanghai verlor 0,2 Prozent und schloss bei 2730 Punkten, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,3 Prozent auf 3183 Punkte fiel. Die wirtschaftlichen Aussichten in China bleiben unsicher, da die Binnennachfrage weiterhin schwach ist. Trotz eines Anstiegs der Verbraucherpreisinflation im August auf den höchsten Stand seit sechs Monaten, verschärfte sich die Deflation bei den Erzeugerpreisen, was auf anhaltende Herausforderungen für die chinesische Wirtschaft hindeutet.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die bevorstehenden Inflationsdaten aus den USA. Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate im August auf 2,6 Prozent gesunken ist. Diese Daten könnten entscheidend sein für das weitere Vorgehen der US-Notenbank, die in der nächsten Woche ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt geben wird. Bislang preisen die Märkte Zinssenkungen von insgesamt 110 Basispunkten für das laufende Jahr ein, was die Unsicherheiten über den weiteren wirtschaftlichen Kurs verstärkt.

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