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Asiatische Reispreise klettern auf 14-Monats-Hoch wegen Erntesorgen

Schlechte Ernteaussichten in ganz Asien treiben den Referenzpreis für Reis auf den höchsten Stand seit Februar 2025.

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Asiatische Reispreise klettern auf 14-Monats-Hoch wegen Erntesorgen

Der Referenzpreis für Reis in Asien hat am Mittwoch den höchsten Stand seit über einem Jahr erreicht. Thailändischer 5%-iger weißer Bruchreis – der wichtigste Maßstab für den globalen Reishandel – kletterte auf 446 US-Dollar pro Tonne. Laut dem Verband der thailändischen Reisexporteure ist das der höchste Wert seit Februar 2025.

Der Anstieg ist kein Einzelereignis: Es handelt sich bereits um die dritte Woche mit Kursgewinnen in Folge. Auch die Reis-Futures an der Chicagoer Börse erreichten in dieser Woche den höchsten Stand seit August. Die Märkte reagieren damit auf eine Reihe besorgniserregender Signale aus den wichtigsten Anbauregionen der Welt.

Erntesorgen belasten das globale Angebot

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) prognostiziert für die Saison 2026/27 den ersten Rückgang der weltweiten Reisproduktion seit elf Jahren. Dieser Ausblick verstärkt den Druck auf die ohnehin angespannten Märkte erheblich. Steigende Düngemittel- und Treibstoffpreise haben zusätzlich die Befürchtung geweckt, dass einige Landwirte in Südostasien auf die Aussaat der aktuellen Ernte ganz verzichten könnten.

Besonders im Fokus steht Indien, der weltweit größte Reisexporteur. Das Land sieht sich mit der Aussicht auf einen unterdurchschnittlichen Monsun konfrontiert. Das indische Reisangebot wird während der jährlichen Regenfälle angebaut – und diese drohen durch das aufkommende El-Niño-Wetterphänomen beeinträchtigt zu werden. El Niño kann in Süd- und Südostasien zu erheblichen Trockenperioden führen und damit Ernten empfindlich treffen.

Inflationsrisiko für Verbraucher in Asien

Reis ist eines der bedeutendsten Grundnahrungsmittel der Welt – insbesondere in Asien, wo Milliarden von Menschen täglich darauf angewiesen sind. Ein Anstieg der Großhandelspreise birgt daher das Risiko, die allgemeine Inflation anzuheizen. Länder wie die Philippinen verzeichnen bereits steigende Kosten, was die sozialpolitische Brisanz des Themas unterstreicht.

Trotz des jüngsten Anstiegs liegen die Preise noch unter den Mehrjahreshöchstständen, die im Jahr 2024 erreicht wurden. Dennoch zeigt die Kombination aus drohenden Ernteausfällen, steigenden Produktionskosten und einem möglichen El-Niño-Effekt, dass der Aufwärtsdruck auf die Reispreise in den kommenden Monaten anhalten könnte. Für deutsche Verbraucher ist die direkte Auswirkung begrenzt – doch als Bestandteil globaler Agrarrohstoffmärkte und Inflationsdynamiken bleibt die Entwicklung auch hierzulande relevant.

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