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Asiatische Märkte unter Druck vor wichtigen Wahlen

Unsicherheiten in Japan und USA belasten Nikkei, Ölpreise schwanken

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Asiatische Märkte unter Druck vor wichtigen Wahlen

Die Unsicherheit vor den bevorstehenden Wahlen in Japan und den USA hat die asiatischen Märkte am Dienstag beeinflusst und den japanischen Nikkei-Index ins Minus gedrückt. Zum Handelsschluss notierte der Nikkei 1,4 Prozent niedriger bei 38.412 Punkten, dem tiefsten Stand seit Anfang Oktober. Der breitere Topix-Index verzeichnete einen Rückgang von 1,1 Prozent auf 2651 Punkte. Besonders verunsichert sind die Anleger in Japan aufgrund der anstehenden Parlamentswahl am 27. Oktober. Lokale Medien spekulieren, dass die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Koalitionspartner Komeito ihre Mehrheit im Unterhaus verlieren könnten.

Experten betonen, dass der Markt keine Unsicherheiten und Turbulenzen mag. Die anstehenden Wahlen in den USA verstärken diese Unsicherheit weiter. Shigetoshi Kamada vom Analysehaus Tachibana äußerte, dass die fallenden Kurse in den USA ebenfalls zur schlechten Stimmung in Japan beigetragen hätten. Zu den größten Verlierern an der Tokioter Börse gehörte die Fast Retailing-Aktie, der Besitzer der Marke Uniqlo, die um drei Prozent nachgab. Auch der Chiphersteller Tokyo Electron und der Chiptester Advantest verzeichneten deutliche Verluste.

In China hielten sich die Märkte weitgehend stabil, da die Anleger weiterhin auf Details zu möglichen staatlichen Hilfen für die schwächelnde Wirtschaft warten. Die wichtigsten Indizes in Shanghai stagnierten, der Shanghai Composite und der Shenzhen-Komponentenindex bewegten sich kaum und schlossen bei 3270 beziehungsweise 3937 Punkten.

Auch der Rohstoffmarkt zeigte sich am Dienstag volatil. Die Bemühungen von US-Außenminister Anthony Blinken um einen Waffenstillstand im Nahen Osten und die schwache Nachfrage aus China, dem weltgrößten Ölimporteur, führten zu Schwankungen bei den Ölpreisen. Brent-Rohöl fiel um 0,4 Prozent auf 73,97 Dollar pro Barrel, während der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI unter die Marke von 70 Dollar fiel. Satoru Yoshida von Rakuten Securities erklärte, dass die Rohölpreise als Reaktion auf die gemischten Nachrichten aus dem Nahen Osten schwanken, da die Lage zwischen Eskalation und Deeskalation schwankt.

Yoshida fügte hinzu, dass die Märkte anziehen könnten, wenn es Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in China gibt. Diese Erholung könnte durch die Konjunkturmaßnahmen Pekings und die Verbesserung der US-Wirtschaft nach den Zinssenkungen unterstützt werden. Die globalen Wirtschaftsaussichten bleiben jedoch unsicher und könnten die Gewinne begrenzen.

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