Asiatische Börsen unter Druck durch schwachen Automobilsektor
Starker Yen und fallende Ölpreise verstärken die Unsicherheit der Anleger

An den asiatischen Börsen kam es am Mittwoch zu deutlichen Verlusten, insbesondere im Automobil- und Energiesektor. Der Leitindex in Tokio, der Nikkei, fiel um 1,6 Prozent auf 35.584 Punkte, während der breitere Topix-Index um 1,8 Prozent nachgab. Auch in anderen asiatischen Märkten setzte sich der Abwärtstrend fort. Die Shanghaier Börse verzeichnete einen Rückgang um etwa ein Prozent, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,3 Prozent sank. Diese Rückgänge sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter Währungsbewegungen und fallende Ölpreise.
Besonders betroffen waren die Aktien japanischer Automobilhersteller. Toyota Motor, einer der größten Autoproduzenten des Landes, verzeichnete einen Rückgang von 3,3 Prozent, während Mitsubishi Motors sogar um knapp vier Prozent nachgab. Der Grund für diese Einbußen liegt im starken Yen, der sich auf ein Acht-Monats-Hoch gegenüber dem US-Dollar bewegte. Ein festerer Yen führt dazu, dass die Gewinne von Exporteuren wie den Automobilherstellern, die ihre Produkte überwiegend im Ausland verkaufen, in der Heimatwährung weniger wert sind. Dies hat direkten Einfluss auf die Kurse dieser Unternehmen.
Auch Energietitel gerieten stark unter Druck. Der jüngste Rückgang der Ölpreise, der auf Nachfragesorgen zurückzuführen ist, führte dazu, dass die Aktien von Energieunternehmen deutlich fielen. Tokyo Gas verlor 5,4 Prozent, und Osaka Gas verzeichnete einen Rückgang von 4,9 Prozent. Der Rückgang der Ölpreise, der die niedrigsten Stände seit drei Jahren erreichte, spiegelte sich direkt in den Kursen dieser Unternehmen wider. Die Bedenken hinsichtlich einer nachlassenden Nachfrage nach Energie waren der Hauptfaktor für diese Entwicklungen.
Die Unsicherheit an den Märkten wurde zusätzlich durch die bevorstehenden Inflationsdaten aus den USA verstärkt. Börsianer und Investoren warten gespannt auf den neuesten Verbraucherpreisindex, der einen wichtigen Hinweis auf die zukünftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed geben könnte. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise im August im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent gestiegen sind, was eine Annäherung an das von der Fed angestrebte Inflationsziel von zwei Prozent bedeuten würde. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, könnte dies den Weg für mögliche Zinssenkungen in der nahen Zukunft ebnen.
