Asiatische Börsen unter Druck
Schwache Konjunkturdaten und US-Arbeitsmarktbericht verunsichern Anleger, Hongkong bleibt wetterbedingt geschlossen

Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag deutliche Verluste, was vor allem auf schwache Konjunkturdaten aus Japan und die bevorstehende Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts zurückzuführen war. An den Börsen in Tokio und Shanghai kam es zu einem Rückgang der Kurse, während der Handel in Hongkong aufgrund eines Taifuns komplett ausgesetzt wurde.
In Japan sank der Nikkei-Index, der 225 führende Unternehmen umfasst, um 0,6 Prozent auf 36.422 Punkte. Auch der breiter gefasste Topix-Index schloss den Handelstag mit einem Minus von 0,9 Prozent und erreichte 2597 Punkte. Die schwachen Konsumausgaben in Japan wirkten sich negativ auf die Märkte aus. Die japanische Regierung gab bekannt, dass die privaten Konsumausgaben im Juli im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,1 Prozent gestiegen sind. Diese Zahl lag deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die von einem Anstieg um 1,2 Prozent ausgegangen waren. Der schwache Konsum belastet die japanische Wirtschaft bereits seit etwa einem Jahr, da er mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts des Landes ausmacht.
Parallel dazu warten die Anleger gespannt auf den bevorstehenden Arbeitsmarktbericht aus den USA. Es wird spekuliert, ob die US-Notenbank im September eine Zinswende einleiten wird. Je nach den Ergebnissen des Berichts könnte die Zentralbank die Zinsen entweder um einen halben oder einen viertel Prozentpunkt senken. Diese Unsicherheit sorgte dafür, dass sich die Anleger mit größeren Käufen zurückhielten. Jun Morita, Forschungsleiter bei Chibagin Asset Management, erklärte, dass es vor der Veröffentlichung der Daten nur wenige Anreize für umfangreiche Aktienkäufe gegeben habe. Besonders stark betroffen waren Technologieunternehmen wie der Chiphersteller Tokyo Electron, der zwischenzeitlich um zwei Prozent fiel, sowie der Chiptester Advantest, der den Handel mit einem Minus von 1,4 Prozent beendete. Der Klimaanlagenhersteller Daikin Industries verzeichnete einen Verlust von fast vier Prozent.
Auch die chinesischen Märkte konnten sich dem negativen Trend nicht entziehen. Die Börse in Shanghai fiel um 0,8 Prozent und schloss bei 2766 Punkten. Der CSI-Index, der die größten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen umfasst, verlor ebenfalls 0,8 Prozent und beendete den Handel bei 3231 Punkten.
