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Asiatische Börsen schließen mit Verlusten

Chinas Zentralbank-Maßnahmen wirkungslos, Yen belastet japanische Exportwerte erheblich

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Asiatische Börsen schließen mit Verlusten

Die asiatischen Börsen haben den gestrigen Handelstag mit Verlusten abgeschlossen. Trotz der Maßnahmen der chinesischen Zentralbank, die Liquidität in den Markt zu pumpen, blieben die Investoren zurückhaltend. In Tokio führte insbesondere die Entwicklung des Yen zu einem Rückgang der Kurse exportorientierter Unternehmen. Dies betraf vor allem Chip- und Autohersteller. Der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, schloss um 0,8 Prozent niedriger und stand bei 38,051 Punkten. Auch der breiter gefasste Topix gab um 0,9 Prozent nach und erreichte 2611 Zähler.

Besonders betroffen waren die Aktien großer japanischer Automobilhersteller. Die Papiere von Nissan und Toyota verloren jeweils rund vier und drei Prozent. Auch im Technologiesektor waren die Verluste deutlich. Die Aktien der Chipriesen Advantest und Tokyo Electron büßten jeweils etwa 2,5 Prozent ein. Laut Shuutarou Yasuda, Marktanalyst bei Tokai Tokyo Intelligence Laboratory, gibt es neben dem starken Yen noch weitere Gründe für die Zurückhaltung der Investoren. So beeinflusst der bevorstehende Ausblick des US-Chipherstellers Nvidia die Marktstimmung. Die Performance und Prognosen von Nvidia, einem bedeutenden Akteur im Bereich der Künstlichen Intelligenz, könnten in der aktuellen volatilen Marktphase von großer Bedeutung sein.

In China konnte auch die Entscheidung der chinesischen Zentralbank, fällige mittelfristige Kredite zu verlängern und zusätzliche Liquidität bereitzustellen, Anleger nicht zu neuen Investitionen bewegen. Die Börse in Shanghai sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen schlossen beide knapp ein halbes Prozent im Minus. Die People's Bank of China (PBOC) ließ den Zinssatz für einjährige Kredite im Rahmen der Mittelfristigen Kreditfazilität (MLF) unverändert bei 2,3 Prozent. Dies betraf Kredite in Höhe von 300 Milliarden Yuan, was umgerechnet 42,11 Milliarden Dollar entspricht.

Zusätzlich stellte die PBOC 471 Milliarden Yuan durch siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte zu einem Zinssatz von 1,7 Prozent zur Verfügung. Dennoch zeigten diese Maßnahmen keine nennenswerte Wirkung auf die Marktstimmung. Die Zurückhaltung der Investoren in Asien steht im Gegensatz zur globalen Entwicklung, wo positive Signale aus den USA eine Rallye an den Börsen ausgelöst hatten. Die Zurückhaltung in den asiatischen Märkten unterstreicht die Unsicherheiten, die derzeit sowohl von den Währungsentwicklungen als auch von den geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehen.

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