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Asiatische Börsen reagieren uneinheitlich auf Trumps erste Maßnahmen

Unsicherheit über Handelspolitik beeinflusst Märkte in China und Japan

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Asiatische Börsen reagieren uneinheitlich auf Trumps erste Maßnahmen

Die asiatischen Börsen zeigen sich nach den ersten Amtshandlungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump uneinheitlich. Während Trump eine Reihe von Verordnungen erließ, blieb er hinsichtlich möglicher Strafzölle auf Importe vage. Diese Unsicherheit beeinflusste die Märkte in Japan und China, wobei keine klare Richtung erkennbar war.

In China herrschte Verunsicherung darüber, welche Auswirkungen Trumps mögliche Zollpläne auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt haben könnten. Trotz der zuvor angedrohten Zölle von bis zu 60 Prozent auf chinesische Importe blieben entsprechende Maßnahmen zunächst aus. Der SSE Composite Index in Shanghai legte daraufhin um 0,2 Prozent auf 3249,85 Punkte zu, während der CSI-300-Index, der die wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen umfasst, um 0,4 Prozent auf 3844,74 Punkte anstieg.

In Japan verlief der Handel ähnlich unentschlossen. Der Nikkei-Index mit seinen 225 Werten stieg um 0,2 Prozent auf 38.991,79 Punkte. Diese Entwicklung wurde durch positive Unternehmensnachrichten und die Erwartung einer stabilen Zinspolitik der Bank of Japan gestützt. Der breiter gefasste Topix blieb nahezu unverändert bei 2712,37 Punkten. Gleichzeitig sorgten mögliche US-Strafzölle für Zurückhaltung unter den Investoren.

Während China vorerst von direkten Maßnahmen verschont blieb, kündigte Trump eine Überprüfung von Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Mexiko und Kanada an. Dies setzte vor allem japanische Exportunternehmen unter Druck. Die Aktie des Technologie-Investors Softbank, der stark in den USA engagiert ist, verlor 0,53 Prozent und war damit der größte Verlierer im Nikkei-Index. Auch Autowerte wie Mazda mit einem Minus von 2,15 Prozent und Honda mit einem Rückgang von 0,27 Prozent gaben nach, da Anleger mögliche US-Zölle auf japanische Fahrzeuge fürchteten. Experten betonten jedoch, dass trotz der Unsicherheiten auch Optimismus über die wirtschaftlichen Fundamentaldaten in der Region bestehe.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,3 Prozent auf 155,07 Yen und 0,4 Prozent auf 7,2739 Yuan. Gegenüber dem Schweizer Franken konnte er hingegen leicht auf 0,9068 Franken zulegen. Der Euro sank um 0,2 Prozent auf 1,0388 Dollar und verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 0,9424 Franken.

Auch der Rohstoffmarkt reagierte auf die politische Lage. Die Ölpreise standen unter Druck, da mögliche Handelskonflikte unter Trump die Nachfrageerwartungen dämpften. Der Preis für die Nordseesorte Brent stagnierte bei 80,20 Dollar pro Barrel, während das US-Öl WTI um 0,6 Prozent auf 77,43 Dollar nachgab. Analysten sehen eine erhöhte Volatilität an den Märkten und rechnen mit weiteren Schwankungen aufgrund der unklaren handelspolitischen Ausrichtung der neuen US-Regierung.

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