Asiatische Börsen legen zu dank US-Impulsen
Zinssenkungshoffnungen und Chinas Geldpolitik stützen die Märkte

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag eine Erholung gezeigt, gestützt durch positive Verbraucherdaten aus den USA und die Hoffnung auf eine Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve. Der japanische Nikkei-Index überschritt zum ersten Mal seit Mitte Oktober die Marke von 40.000 Punkten und schloss mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 39.849 Zählern. Auch der breiter gefasste Topix legte um 0,9 Prozent zu. Experten führen diese Entwicklung auf die jüngsten US-Inflationsdaten zurück, die nahelegen, dass die Fed ihre Zinsen bei der nächsten Sitzung senken könnte. Im November stiegen die Verbraucherpreise in den USA um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und blieben damit im Rahmen der Erwartungen.
Der positive Impuls aus den USA wirkte sich auch auf die Technologiewerte an der Wall Street aus, wo der Nasdaq erstmals die Marke von 20.000 Punkten überschritt. Diese Dynamik setzte sich an den asiatischen Börsen fort, insbesondere bei japanischen Technologieunternehmen. So legten die Aktien des Chip-Testgeräteherstellers Advantest um 5,1 Prozent zu. Auch die chinesischen Börsen verzeichneten Kursgewinne. Der Shanghai-Index stieg um 0,9 Prozent, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um ein Prozent zulegte. Anleger erwarten hier neue geldpolitische Impulse von der Zentralen Wirtschaftskonferenz, die am Donnerstag begann.
Analysten sehen mögliche finanzpolitische Maßnahmen zur Ankurbelung der Binnennachfrage als entscheidend für eine nachhaltige Verbesserung der Unternehmensgewinne in China. Die Aussicht auf eine „angemessen lockere“ Geldpolitik wurde bereits in einer Sitzung des Politbüros angekündigt, konkrete Details stehen jedoch noch aus. Ein schwächerer Yuan könnte dabei eine strategische Rolle spielen. Laut Berichten erwägen Chinas Spitzenpolitiker, die Währung gezielt zu schwächen, um Zollrisiken zu begegnen, sollte Donald Trump erneut US-Präsident werden.
Der Yuan stand im asiatischen Devisenhandel unter Druck und gab anfängliche Gewinne gegenüber dem Dollar wieder ab. Der Dollar legte leicht auf 152,37 Yen und 7,2638 Yuan zu. Gegenüber dem Schweizer Franken stieg er geringfügig auf 0,8838, während der Euro nahezu unverändert bei 1,0503 Dollar blieb. Parallel dazu verlor der Euro gegenüber dem Franken leicht und notierte bei 0,9286. Die Entwicklungen an den asiatischen Märkten spiegeln eine Mischung aus Optimismus und Unsicherheit über die zukünftige Geld- und Wirtschaftspolitik wider.
