Asiatische Aktienmärkte im Aufwind
Konjunkturpaket in China sorgt für positive Impulse trotz globaler Unsicherheiten

Die asiatischen Aktienmärkte setzten ihren Aufwärtstrend am Donnerstag entgegen der globalen Entwicklung fort. In Tokio legte der Nikkei-Index, der 225 Unternehmen umfasst, um 2,5 Prozent auf 38.813 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix stieg um 2,0 Prozent auf 2.702 Punkte. Die Börse in Shanghai verzeichnete ebenfalls ein Plus, wobei der Shanghai Composite Index um 0,8 Prozent auf 2.920 Punkte anstieg. Auch der CSI-300-Index, der die 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen abbildet, legte um 0,8 Prozent auf 3.429 Punkte zu.
Der Hauptantrieb für die positiven Entwicklungen blieb die Hoffnung auf die Wirkung des umfangreichen chinesischen Konjunkturpakets. Dennoch wurden erste Anzeichen einer nachlassenden Euphorie sichtbar. Chris Weston vom Broker Pepperstone äußerte sich dazu: „Nach einem so starken Anstieg in den vergangenen Tagen könnte man argumentieren, dass es sich bei den Verkäufen größtenteils um Gewinnmitnahmen handelt. Manche meinen auch, dass sie die Überzeugung widerspiegeln, dass die Stimulierungsmaßnahmen der PBOC in keiner Weise die Wende bringen und den Konsum in keiner Weise ankurbeln werden.“
Im asiatischen Devisenhandel gab es leichte Bewegungen. Der US-Dollar gewann leicht an Wert und wurde mit 144,77 Yen gehandelt. Gegenüber dem chinesischen Yuan verlor der Dollar jedoch um 0,1 Prozent und notierte bei 7,0213 Yuan. Gegenüber dem Schweizer Franken notierte der Dollar etwas fester bei 0,8502 Franken. Der Euro zeigte sich gegenüber dem Dollar nahezu unverändert bei einem Kurs von 1,1140 Dollar und legte gegenüber dem Schweizer Franken leicht auf 0,9472 Franken zu.
Am Rohstoffmarkt zeigten sich die Ölpreise stabil. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 73,57 Dollar je Barrel, während US-Öl der Sorte WTI nahezu unverändert bei 69,77 Dollar notierte. Die stabilen Preise wurden durch Anzeichen einer höheren Nachfrage nach Brennstoffen und sinkenden Lagerbeständen in den USA unterstützt, was die Sorgen um die Nachfrageentwicklung in anderen Ländern, insbesondere in China, ausglich.
Die Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit am breiteren Markt auf eine Reihe von Reden von Entscheidungsträgern der US-Notenbank im Laufe des Tages. Unter anderem stand eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell auf dem Programm, die weitere Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik in den USA geben könnte. Zudem wird am Freitag die Veröffentlichung des Kernpreisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) erwartet, der als das bevorzugte Inflationsmaß der Fed gilt. Jeff Ng vom Finanzdienstleister SMBC kommentierte, dass eine mögliche Stagnation der Preise die Erwartungen einer weiteren Zinssenkung dämpfen könnte.
Die US-Börsen entwickelten sich am Mittwoch hingegen rückläufig. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 41.915 Punkten. Der S&P 500 verzeichnete einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent auf 5.722 Punkte, während der technologielastige Nasdaq-Index unverändert bei 18.082 Punkten blieb. Der Rückenwind durch die chinesischen Konjunkturhilfen schwächte sich somit bereits wieder ab.
